Schiffeversenken vor SydneyBombe auf Drogenfrachter
Australische Kampfjets haben am Donnerstag ein beschlagnahmtes nordkoreanisches Frachtschiff versenkt, mit dem vor Jahren Drogen geschmuggelt wurden.
Als Zeichen der Abschreckung hat ein australischer Kampfjet ein vor drei Jahren beschlagnahmtes Drogenschiff aus Nordkorea mit einem Bombenabwurf versenkt. Die unbemannte "Pong Su" sei zuvor 140 Kilometer weit auf See geschleppt worden, teilten die Behörden am Donnerstag mit. "Das Versenken des Schiffs ist ein klarer Hinweis, dass Australien und die Polizei diese Dinge sehr ernst nehmen", sagte Polizeichef Mick Keelty. Es solle ein klares Zeichen gesetzt werden, dass Nordkorea und andere Länder Drogenhandel nicht unterstützen dürfen, sagte Australiens Außenminister Alexander Downer.
Australien verdächtigt Nordkorea, am Drogenhandel beteiligt zu sein, um mit den Erlösen die schwache Wirtschaft des Landes zu unterstützen. Die Regierung in Pjöngjang hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Die "Pong Su" war 2003 in Sydney von den australischen Behörden aufgebracht worden, nachdem mit ihr 150 Kilogramm Heroin im Wert von rund 95 Millionen Euro auf den Inselkontinent geschmuggelt worden waren. Seitdem saß das Schiff in der Hafenmetropole fest. Anfang des Monats hatte ein Gericht vier Besatzungsmitglieder von dem Vorwurf freigesprochen, an dem Schmuggel beteiligt gewesen zu sein. Vier andere hatten sich schuldig bekannt, zwei von ihnen wurden zu Haftstrafen verurteilt.