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Menschen können zurück nach Hause Bombe in Halle ist entschärft

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Das Krankenhaus muss evakuiert werden.

(Foto: dpa)

Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg löst Katastrophenalarm in Halle aus. Rund 20.000 Menschen werden in Sicherheit gebracht, bis die Bombe entschärft wird. Auch ein Krankenhaus und ein Kindergarten müssen evakuiert werden. Eine gefundene Bombe im Saalekreis muss dagegen auf die Entschärfung warten.

Katastrophenalarm in Halle an der Saale: Nach dem Fund eines Bombenblindgängers in der Innenstadt mussten rund 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. In einem Umkreis von 800 Metern um den Fundort der Weltkriegsbombe wurden alle Gebäude geräumt, darunter auch Schulen und eine Klinik mit rund 500 Patienten. Erst am Abend und damit deutlich später als zunächst erwartet konnten Feuerwerker die Bombe entschärfen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Menschen durften anschließend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Betroffen von der Räumung waren unter anderem das Elisabeth-Krankenhaus, sechs Schulen, vier Kinder- und drei Pflegeeinrichtungen. Anwohner waren mit Lautsprecherwagen aufgefordert worden, zu Sammelpunkten zu gehen. Von dort fuhren Sonderbusse zur Brandberge-Sporthalle, die als Notquartier hergerichtet wurde. Ein Großaufgebot von Polizeibeamten riegelte die Innenstadt ab.

30 Operationen abgesagt

Augenzeugen berichteten von Schwerkranken auf den Gängen der Klinik, die auf ihre Verlegung in andere Krankenhäuser warten mussten. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge fuhren vor. Einige Patienten wurden vorzeitig entlassen. Zum Zeitpunkt der Entschärfung herrschte dann gespenstische Ruhe in der Innenstadt. Erst an diesem Freitag dürfte die Klinik die in andere Häuser verlegten Patienten wieder aufnehmen können.

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Improvisiert werden die Patienten zu anderen Orten gebracht.

(Foto: dpa)

Auch 17 Säuglinge von einer Frühgeborenen-Station der Klinik wurden in Sicherheit gebracht. Unmittelbar vor dem Alarm seien zudem noch zwei Babys per geplantem Kaiserschnitt zur Welt gekommen, sagte der ärztliche Direktor Walter Asperger. Rund 30 Operationen seien kurzfristig abgesagt worden.

Bei dem Blindgänger handelte es sich um eine fünf Zentner schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie war am Morgen bei Schachtarbeiten entdeckt worden.

Weitere Bombe muss warten

Auch in Bündorf im Saalekreis war kurz vor dem Fund in Halle eine mutmaßliche Fliegerbombe entdeckt worden. Die Untersuchung dort wurde aber unterbrochen, weil der Kampfmittelbeseitigungsdienst sich erst um die Bombe in Halle kümmern wollte. Die vermutete Bombe in Bündorf soll nun frühestens am Dienstag entschärft werden.

Quelle: n-tv.de, dpa

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