Panorama

Drei Stunden am Herzen operiertBosbach verlässt Charité

24.03.2013, 09:27 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Der Eingriff ist dann doch komplizierter als gedacht: Stundenlang operieren Ärzte an dem Herzen von CDU-Politiker Bosbach. Nun immerhin sind Herzschrittmacher, Defibrillator und eine Sonde ausgetauscht - und Bosbach will weitermachen wie bisher.

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat die Berliner Charité-Klinik nach einer fast dreistündigen Herzoperation am Freitagmittag wieder verlassen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, musste das Ärzteteam dem Vorsitzenden des Bundestagsinnenausschusses den Herzschrittmacher, den Defibrillator und eine defekte Sonde austauschen.

Die OP war demnach komplizierter als ursprünglich gedacht. Bosbach sagte der Zeitung, ein Schrittmacheraustausch sei eigentlich ein "Routineeingriff". Offenbar sei der Austausch der Sonde aber schwierig gewesen, deshalb habe die "Aktion fast drei Stunden gedauert".

Die kaputte Sonde hatte vor einer Woche einen unkontrollierten Stromschlag am Herzen ausgelöst und den Politiker auf einer Parteiveranstaltung im westfälischen Münster zusammenbrechen lassen. Der 60-jährige Bosbach ist seit längerem an Krebs erkrankt, kandidiert aber trotz seiner schweren Krankheit im September erneut für ein Bundestagsmandat.

Ohne Politik "wäre ich weder gesünder noch glücklicher", sagte der Politiker der "Bild"-Zeitung. "Ich bin wirklich kein Bruder Leichtfuß. Ich nehme meine Medikamente präzise ein und lasse auch keinen Arzttermin sausen."

Quelle: ntv.de, ghö/AFP