101 VerletzteChemieunfall in Bamberg
Bei einem Chemieunfall in einer Werkshalle des Hausgeräte-Herstellers Bosch in Bamberg sind mindestens 100 Menschen verletzt worden.
Beim Automobilzulieferer Robert Bosch ist es zu einem Chemieunfall im Werk Bamberg gekommen. Wegen starker Übelkeit und Atembeschwerden seien 101 Arbeiter in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei mit.
Kurz nach 2.00 Uhr war während der Nachtschicht einem Arbeiter an einem Fließband schlecht geworden. Nach und nach klagten zahlreiche weitere Mitarbeiter über Beschwerden. Die Produktion wurde eingestellt und mit der medizinischen Versorgung der Verletzten begonnen. Werksfeuerwehr, Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) und Polizei eilten mit Dutzenden von Helfern an den Unglücksort. Viele der Verletzten wurden vor Ort behandelt, andere kamen nach den Polizeiangaben in umliegende Kliniken.
Die exakte Zusammensetzung der chemischen Reaktion war zunächst unbekannt. In der Produktionshalle werden Metallteile in ein Rostschutzbad gegeben und dann in Plastikfolien verpackt. Der Korrosionsschutz sei aus zunächst ungeklärter Ursache in der Nacht nicht ausreichend gewesen. Es habe daher Nachbehandlungen gegeben, erläuterte ein Polizeisprecher. Eine Gefährdung der Umwelt bestand den Angaben zufolge durch die Freisetzung der giftigen Dämpfe jedoch zu keinem Zeitpunkt. Der Betrieb in der Halle laufe seit 6.15 Uhr wieder planmäßig.