Panorama

Dicke Luft China scheitert kläglich

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Wo ist gleich die Sehenswürdigkeit?

(Foto: picture-alliance/ dpa)

In vielen Städten Chinas gibt es kaum Durchblick - aber viel Reizhusten. Millionen tragen Schutzmasken. Kein Wunder: Die Feinstaubbelastung in dem Riesenreich ist immens.

Zwei Drittel aller Städte in China können die neuen Standards für die Luftqualität nicht erfüllen. Wie der Vizeminister für Umwelt, Wu Xiaoqing, sagte, bleibe der Kampf gegen die Luftverschmutzung "eine schwierige Aufgabe". Er räumte ein, dass die neu erlassenen Anforderungen an die Luft auch noch weit hinter den empfohlenen Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und eher am unteren Ende der internationalen Praxis lägen.

Die neuen Anforderungen, die der Staatsrat diese Woche erlassen hat, erfassen erstmals den gefährlichen Feinstaub mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometer (PM 2,5) und Ozon, wie es in Industrieländern schon lange üblich ist. Bisher waren in China nur weniger schädliche Partikel mit 10 Mikrometer (PM 10) gemessen worden.

China sei noch ein Entwicklungsland, heischte der Vizeminister um Verständnis dafür, dass die Anforderungen an die Luftqualität noch nicht so hoch seien. "Unser Land hat noch einen weiten Weg vor sich, um die strengeren Grenzwerte der WHO in der Praxis zu erreichen."

Quelle: n-tv.de, dpa

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