Panorama

Erdbeben auf NeuseelandChristchurch heftig getroffen

03.09.2010, 21:27 Uhr
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Bei Tageslicht werden die Schäden offenbar. (Foto: AP)

Die Einwohner von Christchurch liegen noch in tiefem Schlaf, als ein starkes Beben South Island erschüttert. Viele Menschen laufen im Schlafanzug auf die Straße, die Schäden in der Stadt sind erheblich.

Ein schweres Erdbeben hat massive Schäden in Teilen Neuseelands angerichtet. Die Erschütterungen hatten Experten zufolge eine Stärke von 7,1. In der Stadt Christchurch wurden Gebäude, Brücken, Straßen und Autos demoliert. Zunächst gab es keine Berichte über Verletzte oder Tote.

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Mancherorts war kein Durchkommen mehr. (Foto: AP)

Nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS lag das Epizentrum rund 30 Kilometer nordwestlich von Christchurch. Die Erschütterungen um 4.35 Uhr örtlicher Zeit seien auf der ganzen Südinsel zu spüren gewesen.

Kein Strom, Wasser und Telefon

In Christchurch fiel großflächig die Strom- und Wasserversorgung aus, wie örtliche Medien berichteten. Auch Handynetze seien ausgefallen. Vielerorts zersprangen Fenster, Schornsteine stürzten ein. Viele Menschen liefen im Dunkeln in Schlafanzügen auf die Straßen, hieß es auf der Website der Lokalzeitung "The Press".

Der US-Fernsehsender CNN zitierte Anwohner, die von einem "schrecklichen Erdbeben" sprachen. Es habe auch Nachbeben gegeben. Der internationale Flughafen der Stadt wurde evakuiert. Ein Mann, der die Erschütterungen dort erlebt hatte, berichtete: "Das ganze Terminal fing an zu schwanken."

Keine Tsunami-Warnung

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Das US Geological Survey geht von einer Stärke von 7.2 auf der Richterskala aus. (Foto: dpa)

Es bestehe keine Gefahr eines "verbreiteten zerstörerischen" Tsunamis, berichtete das Tsunami-Warnzentrum der US-Behörde für Ozeanographie (NOAA). Erdbeben in dieser Größenordnung könnten aber manchmal örtlich begrenzte Flutwellen mit möglichen Schäden in Küstenregionen im Umkreis von 100 Kilometern vom Epizentrum auslösen.

Neuseeland liegt in einer geologisch aktiven Region. Seismologen verzeichnen jedes Jahr rund 14.000 Beben in dem Land. Etwa 20 davon fallen stärker aus als 5,0. Tote gab es zuletzt 1968, als drei Menschen an der Westküste der Südinsel bei Erdstößen der Stärke 7,1 ums Leben kamen.

Quelle: dpa/rts