"Arno" bringt SchmuddelwetterDauerfrost stoppt Schifffahrt
Der strenge Frost der vergangenen Tage fordert seinen Tribut. Auf dem Main-Donau-Kanal kommen selbst Eisbrecher nicht mehr gegen die dicke Eisdecke an. Im südthüringischen Rippershausen stürzt das Dach eines Schweinestalls unter der schweren Schneelast ein. Lange hält sich die weiße Pracht allerdings nicht mehr - ein Wetterumschwung steht bevor.
Der wochenlange Dauerfrost hat nun auch die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal zum Erliegen gebracht. Seit dem Neujahrstag sei die wichtige europäische Wasserstraße gesperrt, teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg mit. Nach den strengen Frösten der vergangenen Tage lasse sich die wachsende Eisdecke auch mit Eisbrechern nicht mehr freihalten. Die 171 Kilometer lange Wasserstraße verbindet den Main bei Bamberg mit der Donau bei Kehlheim. Die Wasserstraße ermöglicht eine durchgehende Schiffspassage von den niederländischen Nordseehäfen bis zum Schwarzen Meer.
Im südthüringischen Rippershausen ist das Dach eines Schweinestalls unter der schweren Schneelast eingestürzt. Von den 700 Tieren in der Mastanlage wurden rund 300 von Trümmern eingeschlossen und mussten von der Feuerwehr befreit werden, wie die Polizei mitteilte. Zunächst war davon die Rede gewesen, dass 300 Schweine verletzt oder getötet wurden. Doch wie sich später herausstellte, wurden nur drei so schwer verletzt, dass sie getötet werden mussten.
Schmuddelwetter im Anmarsch
Die weiße Pracht hält sich in Deutschland nicht mehr lange. Tief "Arno" naht von Westen und leitet in der Nacht zum Mittwoch den Wetterumschwung ein. Danach folgt Schmuddelwetter: Die Niederschläge gehen von Schnee in Regen über, vereinzelt kann der Regen auch gefrieren und auf den kalten Straßen zu Glatteis führen.
Bis dahin herrscht noch ruhiges Winterwetter mit gelegentlichem Schneefall und Minusgraden. Nur tagsüber kann es im Westen leichte Plusgrade geben, nachts ist es frostig. Ab Mittwoch strömt ständig milde Luft aus Südwesten nach Deutschland.
Sonne vom Mond verdeckt
Die partielle Sonnenfinsternis am Dienstagvormittag werde vermutlich in fast ganz Deutschland zu sehen sein. "Je weiter man nach Süden kommt, desto größer sind die Chancen", erklärte Meteorologe Christoph Hartmann. Experten raten dringend, die Augen mit speziellen Brillen zu schützen, um zu beobachten, wie sich die Mondscheibe zwischen Sonne und Erde schiebt und die Sonne teilweise verdunkelt. Eine Stunde nach Sonnenaufgang - je nach Region zwischen 09.00 Uhr und 09.30 Uhr - sind rund 70 Prozent der Sonne vom dunklen Neumond verdeckt. Gegen 11.00 Uhr ist das Schauspiel vorbei.