Panorama

Bis zu minus 21,7 GradDeutschland erlebt eine bitterkalte Frostnacht

06.01.2026, 07:58 Uhr
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Aufenthalte im Freien sollte man bei diesen Temperaturen nach Möglichkeit vermeiden. (Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland friert ein: In der Nacht fielen die Temperaturen im Land weit unter die Frostgrenze. Vor allem im Süden und Osten war es bitterkalt. Autofahrer sollten besonders vorsichtig sein. Die Behörden raten, längere Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

Autofahrer müssen sich auf dem Weg zur Arbeit am Morgen in Teilen Deutschlands auf Glätte einstellen - Fußgänger und Radfahrer sollten sich warm anziehen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) gab in der Nacht in der Nordwesthälfte gebietsweise etwas Schnee. Mancherorts war auch mit Nebel zu rechnen. Die Nacht war zudem eisig kalt. Für den Süden Deutschlands und Gebiete im Osten gilt eine amtliche Warnung vor strengem Frost. Es seien erhebliche Frostschäden möglich. Längere Aufenthalte im Freien sollten vermieden werden, hieß es beim DWD.

Vorausgesagt waren Tiefstwerte von minus 1 bis minus 10 Grad, in der Südosthälfte bei klarem Himmel sogar minus 17 Grad. Tatsächlich wurden diese Werte laut den Meteorologen von wetter.de in der Nacht noch übertroffen. Vor allem im Süden und Osten war es bitterkalt, im Allgäu wurden in der Nacht um minus 20 Grad erreicht, in Oberstdorf minus 21,7 Grad. Aber auch im Erzgebirge wurden Werte zwischen minus 15 und minus 19 Grad gemessen, ähnlich wie im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb.

Heute bilden sich laut wetter.de im Nordseeumfeld Schneeschauer und Wintergewitter, sonst fallen nur vereinzelt noch ein paar Schneeflocken. Im Süden und Osten bleibt es trocken und teils freundlich. Die Höchstwerte: minus 7 bis plus 2 Grad. Von Beginn an ist es im Norden dicht bewölkt und es fallen ein paar Schneeflocken. Im Nordseeumfeld bilden sich Schneeschauer und Graupelgewitter. Im Süden und Osten bleibt es trocken und oft aufgelockert, später zeigt sich auch in der Mitte und im Westen zeitweise die Sonne. Es bleibt kalt bei minus 7 bis plus 2 Grad.

Angesichts des winterlichen Wetters laden derzeit spiegelglatte Eisflächen vielerorts zum Schlittern und Schlittschuhfahren auf zugefrorenen Seen ein. Doch das kann lebensgefährlich sein, warnt Dominik Schneider von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern. Denn ob das Eis wirklich trägt, lässt sich für Laien kaum beurteilen. Und oft kommt die Erkenntnis, dass es doch zu dünn ist, zu spät - wenn ein Mensch bereits im Eis eingebrochen ist. Deshalb sollte man Eisflächen im Zweifel grundsätzlich meiden, betont Schneider.

Zwar gibt es Richtwerte zur Eisdicke, doch auch sie bieten keine verlässliche Sicherheit. Demnach tragen 10 Zentimeter Eis in der Regel eine einzelne, 15 Zentimeter Eis auch mehrere Personen. "Ab 25 Zentimetern kann man sagen, dass es safe ist", resümiert Schneider. "Das hängt aber auch von Strukturen ab. Wenn im Eis etwa viele Pflanzen eingeschlossen sind, setzt das die Tragfähigkeit vom Eis massiv nach unten."

Quelle: ntv.de, jog/dpa