Panorama

Das Ende einer Ära Deutschlandhalle wird gesprengt

02.12.2011, 08:28 Uhr
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Das Gelände wird komplett umgebaut. (Foto: picture alliance / dpa)

1935 weiht Adolf Hitler die damals weltgrößte Mehrzweckhalle ein. Später spielen dort die Rolling Stones, Queen und Jimi Hendrix. Selbst ein Hubschrauber flog durch die Deutschlandhalle in Berlin. Was bleibt, sind die Erinnerungen daran, denn die Tage der Halle sind gezählt.

Nach 76 Jahren hat den letzten großen Auftritt in der Deutschlandhalle der Sprengmeister. Er wird das Dach der maroden Halle in Berlin zum Einsturz bringen. In den nächsten Wochen wird die geschichtsträchtige Halle in der Nähe des Funkturms dann vollständig abgerissen.

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Eine Abschiedsfeier für die Deutschlandhalle wird es nicht geben. (Foto: dpa)

"Für die Messe ist das der Startschuss in die Zukunft", sagte ein Messesprecher. Der Landesbetrieb will an der Stelle bis 2013 für 65 Millionen Euro eine neue Messe- und Kongresshalle bauen. Der zweigeschossige Bau mit bis zu 9000 Plätzen soll das Kongressgeschäft für Berlin retten, während nebenan das asbestbelastete Internationale Congress Centrum (ICC) ab 2014 saniert wird.

Die Deutschlandhalle weckt bei vielen Berlinern Erinnerungen - nicht nur positive: 1935 hatte Adolf Hitler die damals weltgrößte Mehrzweckhalle eröffnet, die Nazis nutzten sie für Massenveranstaltungen. Dort spielten später aber auch Bands wie die Rolling Stones und Queen.

Nun wollen Fachleute dem 6000 Quadratmeter großen Dach mit mehreren Sprengsätzen an den Stahlträgern zu Leibe rücken. Über dem Berliner Westen ist mit einer gewaltigen Staubwolke zu rechnen. Der Ort werde weiträumig abgesperrt, hieß es.

Auf dem Messegelände mit seinen 26 Hallen wird es bei Großveranstaltungen wie der Internationalen Funkausstellung (IFA) regelmäßig eng. Zuletzt bezogen Aussteller auch Zelte. Eine Abschiedsfeier für die Halle ist nicht geplant.

Quelle: dpa