Panorama

Einbetonierte LeicheDrei Teilgeständnisse

31.08.2007, 12:27 Uhr

Im Fall einer zerstückelten und teilweise einbetonierten Leiche eines ermordeten 19-Jährigen geht die Polizei auch Hinweisen auf eine Beziehungstat nach.

Das Motiv für den Mord an einem 19-jährigen Schüler aus Kernen-Rommelshausen bei Stuttgart, dessen Leiche zerstückelt und teilweise einbetoniert wurde, ist nach Polizeiangaben noch nicht geklärt. Die Ermittler schließen eine Beziehungstat nicht aus, erklärten aber, Medienberichte über ein Verbrechen aus Eifersucht seien Spekulationen.

Von den vier inhaftieren Tatverdächtigen haben drei Teilgeständnisse abgelegt. Wie ein Polizeisprecher sagte, schweigt nur der mutmaßliche Haupttäter, ein 18-Jähriger aus Bad Cannstatt, der mit der ebenfalls festgenommenen 16-Jährigen liiert ist.

Die junge Frau soll sich nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" einige Male mit dem 19-jährigen Schüler Ivo getroffen haben. Sie könnte ihn dem Bericht zufolge zum Tatort auf einen Feldweg in Rommelshausen gelockt haben. Die drei jungen Männer stehen laut Polizei im Verdacht, ihn gemeinschaftlich ermordet zu haben. Bei den Mittätern des Freundes der 16-Jährigen handelt es sich dem Zeitungsbericht zufolge um einen 18-jährigen Soldaten aus Weilimdorf, der wegen Gewaltdelikten bei der Polizei bekannt ist, und um einen ebenfalls polizeibekannten 23-jährigen Drogendealer.

Nach Hinweisen eines der Tatverdächtigen wurde der Rumpf des Toten am Donnerstag in einem Waldstück in der Nähe von Großbottwar bei Ludwigsburg gefunden. Taucher entdeckten außerdem im Neckar bei Plochingen fünf Kübel und ein Betonteil. Die Täter zerstückelten die Leiche in einer Lagerhalle in Stuttgart und brachten diese in eine Kellerwohnung, die einer Bekannten gehört. Dort betonierten sie die Teile in einer Mülltonne ein. Weil die Last zu schwer war, brachen die Täter den Zement wieder auf und verteilten Teile auf Blumenkübel und ließen diese in den Neckar fallen. Den Rumpf brachten sie ohne Verpackung in den Wald.