Panorama

Nach Schweinfurter Schuleklat Durchfaller-Schule macht dicht

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Der Eingang der Privaten Schulen Schwarz in Schweinfurt bleibt geschlossen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Als in diesen Wochen ein ganzer Abiturjahrgang einer Schweinfurter Privatschule durch die Abi-Prüfungen rasselt, ist die Verwunderung groß in Deutschland. Auch wenn die Aufarbeitung des Desasters noch läuft, fallen nun definitive Entscheidungen.

Die private Fachoberschule in Schweinfurt, in der 25 von 27 Prüflingen durchs Abitur gefallen sind, schließt. Das teilte die Schule dem Kultusministerium per Mail mit. "Ab dem kommenden Schuljahr 2013/14 gibt es dort keinen Unterricht mehr", sagte Ministeriumssprecher Ludwig Unger. "Wir haben nach der Zukunft der Schüler gefragt, und daraufhin diese Information bekommen", sagte Unger. Die Schule selbst macht weiter keine Angaben.

Nach Angaben des Kultusministeriums handelt es sich um eine staatlich genehmigte Schule, aber keine staatlich anerkannte. Daher zählen dort lediglich die in der Abschlussprüfung erbrachten Leistungen. Die Abituraufgaben werden zentral vom Kultusministerium für den ganzen Freistaat gestellt.

Das Ministerium bot den Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 unlängst an, auf eine staatliche Fachoberschule zu wechseln - allerdings verlieren sie dabei ein Jahr.  Die betroffenen Schüler müssen dafür ab Ende Juli in sieben Fächern eine Aufnahmeprüfung ablegen.

Derzeit werden die Klausuren und Leistungsnachweise aus dem vergangenen Jahr untersucht. Zunächst war berichtet worden, dass alle 27 Schüler der Abschlussklasse durch die schriftlichen Abiturprüfungen gefallen sind.

Die Private Fachoberschule Schweinfurt war erst 2011 gegründet worden. Das Schulgeld beträgt 1680 Euro im Jahr plus Gebühr für die Anmeldung.

Quelle: ntv.de, dpa

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