Geldwäscheverdacht in NeresheimErmittlungen zu Kloster-Millionen starten

Im Kloster Neresheim auf der Schwäbischen Alb taucht unlängst ein bislang unbekanntes Millionen-Vermögen auf. Es handelt sich um vier Millionen Euro, von denen das Kloster nichts wissen will. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Nach dem Fund eines rätselhaften Millionen-Vermögens im schwäbischen Benediktinerkloster Neresheim ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Geldwäsche. Die Akten liegen beim nordrhein-westfälischen Landeskriminalamt in Düsseldorf, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Krefeld sagte. Rund vier Millionen Euro wurden demnach im Mai 2013 im Nachlass eines Abts entdeckt.
Das Geld liegt auf zwei Konten, die auf den Namen des Klosters laufen. Die Leitung des Klosters ließ erklären, man wisse nicht, woher das Geld komme - und dass man auch keine Ansprüche darauf erhebe. Ein Krefelder Anwalt hingegen behauptet, Teile des Gelds gehörten ihm. Mehrere Gerichte haben aber gegen ihn entschieden.
Der Kloster-Leiter, Pater Albert Knebel, erklärte: "Weder war dieses Vermögen bisher in der Buchführung des Klosters berücksichtigt, noch war es der Kloster-Verwaltung, meinen Mitbrüdern oder mir bekannt. Unser vordringliches Interesse gilt daher der Aufklärung der Herkunft dieses Vermögens." Das Benediktinerkloster Neresheim liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Ulm und ist ein beliebtes Ausflugsziel.