Panorama

Eine Tote in WittenbergeErneut Haus explodiert

31.08.2009, 18:57 Uhr

Binnen 24 Stunden sind in Brandenburg zwei Wohnhäuser explodiert. Dabei kam in Wittenberge eine Frau ums Leben.

Ihre Identität ist laut Polizei noch nicht geklärt. Ein 47-jähriger Bewohner wurde schwer verletzt aus den Trümmern gerettet. Das Reihenhaus wurde vollständig zerstört, die Explosion löste einen Brand aus. Die Detonation beschädigte mehrere Nachbarhäuser teilweise schwer. Zwei Familien mussten ihre Häuser verlassen. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt. Erst am Vorabend war ein Einfamilienhaus in Teltow in die Luft geflogen. Menschen wurden hier nicht verletzt.

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Vermutlich eine Gasexplosion war Ursache für das Unglück in Teltow. (Foto: dpa)

Die Polizei sicherte den Unglücksort in Wittenberge weiträumig ab, während das Technische Hilfswerk in den Trümmern nach weiteren Verletzten suchte. Die stark einsturzgefährdeten Nachbarhäuser mussten abgestützt werden. Es war zunächst unklar, ob die Gebäude noch bewohnt werden können. Die Feuerwehr war in Wittenberge mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. Notfallseelsorger betreuten die Anwohner der angrenzenden Häuser.

Manipulierte Gasleitung

Am Sonntagabend hatte eine Explosion ein Einfamilienhaus in Teltow verwüstet. Die Bewohner dieses Hauses, eine dreiköpfige Familie, waren während der Explosion nicht zu Hause. Der komplette Dachstuhl stürzte ein. Auch ganze Wände wurden herausgerissen und gaben den Blick auf die Zimmer frei. Die Höhe des Schadens war vorerst nicht bekannt.

Bei beiden Explosionen war laut der Polizei Gas im Spiel. Bei dem Einfamilienhaus in Teltow gibt es nach Polizeiangaben Hinweise auf eine manipulierte Gasleitung. Die Kriminalpolizei ermittelt hier gegen Unbekannt wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion. Einen Zusammenhang zwischen beiden Unglücken gebe es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Die Polizei hat inzwischen die Suche nach Verschütteten eingestellt. "Wir gehen nicht mehr davon aus, jemanden zu finden", sagte die Polizeisprecherin. Auch nachdem mehrere Kubikmeter Schutt abgetragen worden waren, gab es keine Anzeichen auf Verschüttete. Wegen Einsturzgefahr gestalteten sich die Arbeiten für Polizei und Rettungskräfte schwierig. Die Schadenshöhe war zunächst unklar.

Quelle: dpa