"Wir konnten nichts tun"Erster Toter durch Hurrikan "Rick"
Hurrikan "Rick" reißt vor der mexikanischen Pazifikküste sein erstes Opfer mit in die Fluten. Obwohl der Sturm bereits herabgestuft wurde, warnen Behörden vor seiner Gefährlichkeit.
An der mexikanischen Pazifikküste ist beim Durchzug des Hurrikans "Rick" ein Mensch ums Leben gekommen. In dem Badeort Los Cabos sei ein Mann von einer riesigen Welle weggetragen worden und dann ertrunken, teilte der Zivilschutz mit. Die Welle habe den 38-Jährigen "regelrecht verschlungen", sagte ein Behördensprecher, "wir konnten nichts tun, um ihn zu retten". Die Touristen und Anwohner des noblen Strandorts waren wegen des Sturms zuvor ermahnt worden, sich vom Strand fernzuhalten.
"Rick" ist der siebte schwere Sturm im Nordwest-Pazifik in dieser Saison. Inzwischen hat er sich von einem Sturm der höchsten Kategorie fünf auf zwei abgeschwächt. Dennoch warnten Meteorologen vor "Ricks" Gefährlichkeit. Der Sturm werde von Windböen begleitet, die Geschwindigkeiten von bis zu 205 Stundenkilometern erreichen könnten, teilte das US-Hurrikanwarnzentrum NHC in Miami mit. Die Behörde warnte auch vor riesigen Wellen und starken Regenfällen.
Hurrikan-Saison bislang glimpflich verlaufen
Die Behörden hatten am Wochenende vorsorglich die meisten Häfen an der Pazifikküste für kleinere Schiffe schließen lassen. Auch wurden angesichts befürchteter Überschwemmungen und Erdrutsche Notunterkünfte vorbereitet. In weiten Teilen des Landes lösten die Ausläufer von "Rick" einen Temperatursturz aus.
Das NHC rechnete damit, dass "Rick" Mitte der Woche den Südzipfel der mexikanischen Halbinsel Baja California erreicht. Der Tropensturm ist demnach noch rund 660 Kilometer von dem beliebten Urlaubsort Cabo San Lucas entfernt.
Im Ostpazifik ist die Hurrikan-Saison bisher glimpflich verlaufen. Nur ein Wirbelsturm hat in diesem Jahr Land erreicht. Ende August zog Hurrikan "Jimena" über die Halbinsel Baja California hinweg und sorgte für Überschwemmungen.