Panorama

Möbelriese verkauft Regal nur noch bis April "Expedit"-Fans protestieren gegen Ikea

3gx10720.jpg4636382420997709364.jpg

Das "Expedit"-Regal von Ikea steht in vielen Wohnzimmern - wer noch eins kaufen will, muss sich beeilen. Ab April gibt es nur noch den Nachfolger "Kallax".

(Foto: dpa)

Ikea hat es geschafft, seinen Möbeln eine persönliche Note zu geben - und das führt nun zu Problemen. Das Regal "Expedit" soll vom Markt genommen werden. Viele Fans des Modells sind entsetzt und drohen dem Möbelkonzern mit Liebesentzug.

Es ist doch nur ein Regal, könnte man meinen, doch weit gefehlt. Mit seiner Ankündigung, das Regal "Expedit" aus dem Sortiment zu nehmen, hat Ikea Entrüstung ausgelöst. Von April an soll es weltweit nicht mehr zu haben sein. Einen entsprechenden Bericht der "Welt" bestätigte eine Sprecherin des Möbelriesen.

Gegen das plötzliche Aus für das in vielen Haushalten wohlgelittene Möbel regt sich Widerstand, der sich vor allem in den sozialen Netzwerken artikuliert. "Ihr seid der letzte Laden. KEIN EXPEDIT == KEIN IKEA!!!", lautet etwa der Eintrag eines Nutzers auf der Facebook-Seite des Unternehmens.

Protest auf Facebook

Eine weitere Klage lautet: "Ganz ehrlich, warum müsst ihr immer gut laufende Produkte austauschen?" Schon gibt es die Facebook-Seite "Rettet das Ikea Expedit Regal", die nach kurzer Zeit bereits knapp 11.000 Unterstützer zählte.

Bei Ikea zeigt man sich angesichts dieser Reaktionen überrascht - und weist die Überlegung von sich, das Möbelhaus könnte selbst - und mit Werbe-Motiven - hinter der Aktion stecken. "Es ist ein ganz normaler Wechsel im Rahmen unserer Sortimentsentwicklung", sagt Sprecherin Sabine Nold. Im Servicecenter gebe es relativ wenige Anrufe zu dem Ende des Regals.

"Kallax" wird der Nachfolger

"Expedit" werde seit dem Jahr 2000 verkauft, da sei mal eine Auffrischung nötig. Zudem werde es einen Nachfolger ("Kallax") geben, der dem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich sehe und die gleiche Funktion erfülle.

Zwar passten die "Kallax"-Außenmaße nicht ganz zu denen von "Expedit", aber alle Einsätze, Türen und Schubladen könnten weiter verwendet werden. "Von daher war das für uns nicht so das Großereignis", sagt die Sprecherin. Angaben zu den "Expedit"-Verkaufszahlen machte sie nicht.

Mancher hartgesottene "Expedit"-Fan bleibt trotz der Aussicht auf "Kallax" misstrauisch: "Wenn da meine schallplatten nicht reinpassen... leute, kein Spaß!", schreibt ein Facebook-Nutzer auf der Seite des Unternehmens.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

Mehr zum Thema