Panorama

Tote bei Tests für WeltraumflügeExplosion in Mojave-Wüste

27.07.2007, 09:52 Uhr

Bei einer Explosion auf einem kalifornischen Flughafen, wo Raketen für den kommerziellen Weltraumflug getestet werden, sind drei Menschen getötet worden.

Bei einer schweren Explosion auf einem kalifornischen Flughafen, wo Raketen für den kommerziellen Weltraumflug getestet werden, sind drei Menschen getötet worden. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wurden bei dem Unfall drei weitere Arbeiter schwer verletzt. Die Explosion ereignete sich in der Mojave-Wüste auf dem Gelände der Firma Scaled Composites des Raumfahrtpioniers Burt Rutan. Der britische Milliardär und Luftfahrtunternehmer Richard Branson hat in die Technologie investiert, um Touristen ins All zu fliegen.

Heftige Druckwelle

"Wir hielten diese Tests für total sicher", teilte Rutan wenige Stunden nach dem Unfall mit. Sein Team hatte Versuche mit Lachgas angestellt, das zum Antrieb von Raketen verwendet wird. Dies sei "normalerweise kein gefährliches Material", sagte Rutan. Er könne sich nicht erklären, was fehlgeschlagen sei. Augenzeugen sprachen von einer schweren Explosion mit lautem Knall und einer heftigen Druckwelle. Zwei Menschen waren am Unglücksort getötet worden. Ein Schwerverletzter starb später im Krankenhaus.

Zukunft Weltraumtourismus

Rutan ist Entwickler des Raketenflugzeugs "SpaceShipOne", das 2004 zwei Mal aus der Mojave-Wüste in den Weltraum vorstieß. Die Piloten erreichten eine Höhe von 112 Kilometern und mehrere Minuten Schwerelosigkeit. Branson war vom "SpaceShipOne" so angetan, dass er die Technologie kaufte. Mit einem modifizierten Typ will er in den nächsten Jahren die ersten Touristen in den Orbit schicken und mit Weltraumtourismus Geld verdienen.

Der Mojave Air and Space Port, rund 160 Kilometer nordöstlich von Los Angeles, dient überwiegend als Frachtflughafen und als Lagerplatz für stillgelegte Flugzeuge. Zudem nutzen ihn private Raumfahrtunternehmen als Testgelände.