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Tod von Johann Georg Reißmüller "FAZ" trauert um früheren Herausgeber

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Ganze 38 Jahre arbeitete der Journalist und ehemalige Herausgeber Johann Georg Reißmüller für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

(Foto: Arne Dedert)

Johann Georg Reißmüller hat in seinem Leben viel erlebt: Zweiter Weltkrieg, Deportationen und den Zerfall Jugoslawiens. Als Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sorgte er dafür, dass diese Schicksale niemand vergisst.

Der frühere Herausgeber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Johann Georg Reißmüller, ist tot. Wie die Zeitung in Frankfurt mitteilte, starb der Journalist im Alter von 86 Jahren in Frankfurt. Reißmüller war von 1974 bis 1999 "FAZ"-Herausgeber. Sein Lebensthema sei das Schicksal Mittel-, Ost- und Südosteuropas im 20. Jahrhundert gewesen, hieß es in der Mitteilung.

Der am 20. Februar 1932 im nordböhmischen Leitmeritz (Litomerice) geborene Reißmüller wurde 1946 nach Theresienstadt gebracht und später nach Vorpommern deportiert. Später studierte er Rechtswissenschaften und trat 1961 in die politische Redaktion der "FAZ" ein. Die Zeitung schickte ihn 1967 als Korrespondenten nach Belgrad, was seine Arbeit nachhaltig beeinflusste. Bis 1971 berichtete er für die "FAZ" aus Belgrad und war anschließend verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

Während seiner journalistischen Laufbahn schrieb Reißmüller gegen das Vergessen an und gegen das Ausblenden von Schicksalen und Verbrechen, die er in seiner bewegten Biographie erlebt hatte.

Quelle: n-tv.de, lle/dpa

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