Wertvolles Relikt von Johannes Paul II.Fahnder stellen päpstliche Blutreliquie sicher

Auf der Suche nach Kostbarkeiten brechen drei junge Männer in eine kleine italienische Kirche ein und stehlen ein wertvolles Relikt des verstorbenen Papstes. Der Wert des blutgetränkten Stoffes bleibt ihnen verborgen, auf der Flucht werfen sie ihn achtlos weg.
Die Suche nach der in den Abruzzen gestohlenen Blutreliquie des 2005 gestorbenen Papstes Johannes Paul II. war erfolgreich. Die wesentlichen Teile des wertvollen Relikts wurden bei der Fahndung gefunden und wieder zusammengesetzt, teilte der Weihbischof von L'Aquila mit. Einige wenige Teile fehlten noch, die Suche danach gehe weiter.
Drei junge Männer hatten den Diebstahl aus der kleinen Kirche San Pietro della Ienca gestanden, den Wert der Beute aber gar nicht erkannt. Auf der Flucht warfen sie deshalb sowohl die Umhüllung der Reliquie als auch das vom Blut des polnischen Papstes getränkte Stück Stoff von einem Mantel des Pontifex nacheinander weg. "Johannes Paul II. hätte ihnen sicherlich vergeben", meinte D'Ercole. Nach dem Diebstahl war noch vermutet worden, dass Satanisten für die Blutreliquie des Kirchenmannes Höchstpreise zahlen würden.
Die Reliquie war der kleinen Kirche 2011 von dem früheren Privatsekretär des Papstes und heutigen Kardinal von Krakau, Stanislaw Dziwisz, geschenkt worden. Laut örtlichen Medien entstammt die Reliquie dem Kleidungsstück, das Johannes Paul II. trug, als der türkische Extremist Mehmet Ali Agca 1981 auf den Papst schoss und ihn schwer verletzte.
Der Diebstahl vom vergangenen Wochenende löste rund um den Gran-Sasso-Berg in den Abruzzen eine Großfahndung aus. Johannes Paul soll Ende April heiliggesprochen werden. Er war ein großer Fan der Abruzzen, wanderte und meditierte dort und kam auch zum Skifahren.