Kirche wird SynagogeFestakt in Hannover
Während die evangelischen und katholischen Gemeinden wegen der sinkenden Zahl an Gläubigen Gotteshäuser aufgeben, erfreuen sich die jüdischen Gemeinden einer neuen Blüte.
In einer ehemaligen Kirche in Hannover ist eine neue Synagoge eröffnet worden. Sie wird von der größten liberalen jüdischen Gemeinde in Deutschland als Gotteshaus genutzt.
An dem Festakt zur Eröffnung nahmen auch die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) teil. Deutschlandweit handelt es sich um die zweite Umwandlung einer Kirche in eine Synagoge. Bereits im vergangenen Jahr war in Bielefeld ein jüdisches Gotteshaus in einer ehemaligen Kirche eröffnet worden.
Während die evangelischen und katholischen Gemeinden wegen der sinkenden Zahl an Gläubigen Gotteshäuser aufgeben, erfreuen sich die jüdischen Gemeinden durch den Zuzug von Juden aus Osteuropa einer neuen Blüte. Die 1995 mit 79 Mitgliedern gegründete liberale Gemeinde in Hannover ist auf inzwischen 600 Mitglieder angewachsen.