Schwere Entscheidung"Fischer Weltalmanach" verschwindet

Die Reihe ist nach Einschätzung ihrer Autoren ein wichtiges Projekt zur "Demokratisierung des Wissens". Doch in Zeiten des Internets hat es gedrucktes Papier schwer - zumal als Nachschlagewerk. Nun sind die Tage des "Fischer Weltalmanachs" gezählt
Der "Fischer Weltalmanach" erscheint mit dem 60. Band im kommenden September zum letzten Mal. Der Jubiläumsband des traditionsreichen Nachschlagewerks werde der letzte sein, bestätigte ein Verlagssprecher in Frankfurt. Angesichts der Recherchemöglichkeiten im Internet finde ein so ungeheuer aufwendiges Produkt nicht mehr genügend Leser, begründet S. Fischer das Aus.
Der "Fischer Weltalmanach" gilt seit 1959 mit seinen globalen Daten und Fakten über eine Vielzahl von Bereichen als erfolgreichstes Jahrbuch in Deutschland. Der Almanach sei ein wichtiges Projekt zur "Demokratisierung des Wissens" mithilfe von Taschenbüchern gewesen, meinte Nina Sillem, Fischer-Programmleiterin Sachbuch/Wissenschaft. Die Entscheidung zur Einstellung sei dem Verlag schwergefallen.
Der "Fischer Weltalmanach 1960" erschien erstmals im November 1959 in der Fischer Bücherei. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Weltalmanach immer wieder modernisiert, etwa durch die Ergänzung eines umfangreichen Internet-Angebots sowie durch eine Parallelausgabe mit CD-ROM. Die letzte Ausgabe, die am 19. September erscheint, widmet sich dem Thema Arbeit als Schwerpunkt.