Panorama

200 Brände im SonnenstaatFlorida versinkt in Qualm

12.05.2007, 17:01 Uhr

Angesichts von rund 200 lodernden Buschfeuern in Florida haben die Behörden eine Smogwarnung für den gesamten Norden des US-Bundesstaates herausgegeben.

Angesichts von rund 200 lodernden Buschfeuern in Florida haben die Behörden eine Smogwarnung für den gesamten Norden des US-Bundesstaates herausgegeben. Wegen der Rauchschwaden betrage die Sichtweite nur noch knapp 400 Meter, berichteten die lokalen Fernsehsender und Radiostationen.

Besonders dramatisch ist die Lage an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Florida und Georgia. Hier hat ein Großbrand bereits eine Fläche von 730 Quadratkilometern vernichtet. Die Rauchschwaden verdunkelten nach Augenzeugenberichten den Himmel bereits lange vor Sonnenuntergang. Außerdem regne es Asche. Die Tageszeitung "Orlando Sentinel" spricht bereits vom größten Feuer seit Menschengedenken in Nordflorida.

Der Rauch war am Samstagmorgen selbst im 500 Kilometer entfernten Tampa an der Westküste Floridas zu spüren. Augenzeugen berichteten, es sei so, als ob sie neben einem Grill stehen würden.

Auch in den Bezirken Columbia und Baker haben Buschbrände bereits auf rund 350 Quadratkilometern Verwüstung zurückgelassen. Die Bewohner von 570 Häusern wurden nach Angaben der Behörden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Hunderte von Feuerwehrleuten kämpfen nach Medienberichten mit einem besonderen Wetterphänomen. Bereits drei Wochen vor Beginn der offiziellen Hurrikan-Saison am 1. Juni ist der subtropische Sturm "Andrea" vor der Küste Floridas aufgezogen. Durch die Wirbelbewegung von "Andrea" wird immer wieder frische Luft in die Brandherde gepumpt, so dass die Flammen neue Nahrung erhalten.