Panorama

250 Jahre Thüringer Porzellan Freistaat feiert Festjahr

17.04.2010, 17:31 Uhr
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Blick auf eine an einem Spiegel angebrachte Porzellanfigur. Im Spiegel ist Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht zu erkennen, die das Festjahr eröffnet. (Foto: dpa)

In Rudolstadt startet das Festjahr zum 250. Jubiläum der Thüringer Porzellanherstellung. Bis Ende Oktober und teils darüber hinaus zeigen etwa 20 Museen im Freistaat in Sonder- und Dauerausstellungen ihre Schätze aus "weißem Gold":

In Rudolstadt hat das Festjahr zum 250. Jubiläum der Thüringer Porzellanherstellung begonnen. Bis Ende Oktober und teils darüber hinaus zeigen etwa 20 Museen im Freistaat in Sonder- und Dauerausstellungen ihre Schätze aus "weißem Gold": Von Zierrat über Porzellankopfpuppen und Geschirr bis hin zu Skulpturen.

Die Nacherfindung des Porzellans in Thüringen wird auf das Jahr 1760 datiert. Damals erhielt Georg Heinrich Macheleid als erster ein Privileg seines Landesfürsten zur Gründung einer Manufaktur in Sitzendorf. Danach entstanden weitere Betriebe und begründeten eine bis in die Gegenwart reichende Tradition. Im 19. Jahrhundert stammte zeitweise 60 Prozent der deutschen Porzellanproduktion aus Thüringen. Um 1900 vermelden Statistiken rund 400 Manufakturen in der Region.

In den nächsten Monaten präsentieren die Thüringer Museen zahlreiche Sonderausstellungen rund um die Thüringer Porzellantradition. Dabei soll gezeigt werden, was typisch für das Porzellan aus dem Freistaat ist, sagte der Vorsitzende des Thüringer Museumsverbandes, Günter Schuchardt: "Erzeugnisse der vielen kleinen Porzellanmanufakturen vor Ort, die als hochwertige Massenware für Jedermann erschwinglich waren und es bis heute sind."

Quelle: dpa