Panorama

Nach dem Geständnis von Mario B.Gericht verurteilt Rebeccas Peiniger

07.05.2013, 16:19 Uhr

Vier Tage lang hält Mario B. Rebecca in seiner Wohnung gefangen. Er missbraucht das Mädchen immer wieder. Mit einem harten Urteil versucht die Justiz nun zu verhindern, dass der vorbestrafte Sexualstraftäter jemals wieder zuschlagen kann.

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Mario B. (m.) fügte seinem Opfer eine klaffende Schnittwunde zu und brach ihr das Nasenbein. (Foto: dpa)

Der Entführer und Vergewaltiger der 17-jährigen Rebecca aus Rostock muss neun Jahre und sechs Monate lang ins Gefängnis und kommt danach in Sicherungsverwahrung. So das Urteil des Rostocker Landgerichts. Ein verhältnismäßig hartes Urteil. Dennoch entsprach die Justiz damit nicht vollends den Forderungen der Anklage. Die pochte auf fast 12 Jahre Gefängnis plus Sicherungsverwahrung.

Strafmildernd für Mario B. könnte gewirkt haben, dass er vor Gericht ein umfassendes Geständnis ablegte. Der mehrfach vorbestrafte 28-Jährige gab zudem an, unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden zu haben. Ein Gutachter bestätigte diese Behauptung allerdings nicht.

Sprung aus Fenster rettet Rebecca

B. überwältigte Rebecca im Oktober 2012. Das Mädchen war nach einem Disco-Besuch auf dem Heimweg. In einer menschenleeren Gegend schnappte B. das Mädchen, fügte ihr mit einem Messer eine klaffende Schnittwunde zu und vergewaltigte sie noch vor Ort.

Nach dieser ersten Tat schleppte er Rebecca in seine Wohnung. Vier Tage lang, gelang es ihm sie dort gefangen zu halten und wiederholt zu missbrauchen. Einen ersten Fluchtversuch vereitelte B., schlug ihr derart heftig ins Gesicht, dass ihr Nasenbein brach. Am vierten Tag sprang Rebecca aus dem Fenster und konnte trotz einer Verletzung an der Wirbelsäule fliehen.

Mario B. der Polizei hinlänglich bekannt. Er verbrachte trotz seines jungen Alters schon zehn Jahre hinter Gittern. Als Jugendlicher verurteilte die Justiz in unter anderem wegen einer Sexualstraftat.

Quelle: ntv.de, dpa