Gedenkplakette unter WasserGiglio gedenkt der "Costa"-Opfer
Vor sechs Monaten havariert das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" vor der italienischen Insel Giglio. Dutzende Menschen sterben. Nun gedenken Überlebende und Hinterbliebene des Unglücks. Der Mann einer seitdem vermissten Italienerin bringt unter Wasser eine Plakette für sie an.
Sechs Monate nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" haben einige der Hinterbliebenen auf der italienischen Insel Giglio Gedenkfeiern abgehalten. Der Ehemann der seit dem 13. Januar vermissten Maria Grazie Trecarichi, Elio Vincenzi, tauchte mit Vize-Bürgermeister Mario Pellegrino in der Nähe des Schiffswracks, um unter Wasser eine Gedenk-Plakette anzubringen. Am Vortag war in Giglio eine Messe zelebriert worden, zudem erklang das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart.
Trecarichi zählt offiziell zu den Vermissten des Unglücks, bei dem 32 Menschen ums Leben kamen. Die zwölf deutschen Opfer sind seit Mitte April ausnahmslos identifiziert. Insgesamt waren 4229 Menschen an Bord des Schiffes, darunter 3200 Touristen und mehr als eintausend Besatzungsmitglieder.
Vincenzi sprach nach dem Tauchgang auf 25 Meter von einer "starken Emotion". Unter Wasser sei er bei seiner Frau gewesen - "ich werde sie nie vergessen, hier erinnert mich alles an meine Frau". Auf der Plakette, die er unter Wasser anbrachte, ist seine Frau mit Geburts- und Todesdatum abgebildet.
An den Gedenkfeiern in Giglio nahmen dutzende und Hinterbliebene teil. Die Fischer ließen zur Stunde des Unfalls ihre Sirenen ertönen. Seit dem Unglück laufen juristische Verfahren gegen neun mutmaßlich Verantwortliche, darunter der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs, .
