Panorama

Klatten-ErpressungHaftstrafe für Trittbrettfahrer

03.11.2009, 10:48 Uhr

Wegen versuchter Erpressung der Quandt-Erbin Susanne Klatten wird ein Kfz-Mechaniker zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Seine Komplizen kommen mit Bewährungsstrafen davon.

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Helg Sgarbi ist bereits zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Wegen versuchter Erpressung der Quandt-Erbin Susanne Klatten ist ein 43 Jahre alter Kfz-Mechaniker vom Amtsgericht München zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Drei 33 bis 46 Jahre alte Komplizen kamen wegen Beihilfe mit Bewährungsstrafen von zwölf bis 20 Monaten davon. Die Trittbrettfahrer hatten im Juli dieses Jahres behauptet, Videos von Klattens intimer Beziehung mit dem Schweizer Helg Sgarbi zu besitzen. Für die Herausgabe der Aufnahmen forderten sie von der Milliardärin 800.000 Euro und einen Wagen. Sgarbi war bereits im März wegen der versuchten Erpressung von Klatten zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Sgarbi hatte die Videos 2007 angefertigt und versucht, Klatten damit um zweistellige Millionenbeträge zu erpressen. Zuvor hatte sie ihm bereits sieben Millionen Euro gegeben, dann ging sie zur Polizei. Der Schweizer wurde im März wegen gewerbsmäßigen Betrugs und versuchter gewerbsmäßiger Erpressung zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Ein Trittbrettfahrer war bereits im September zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 50 Jahre alte Kraftfahrer aus Bochum hatte wenige Tage nach dem Prozess gegen Sgarbi versucht, Klatten um 75.000 Euro zu erpressen. Tatsächlich hatte den bisherigen Ermittlungen zufolge keiner der Trittbrettfahrer wirklich brisantes Bildmaterial.

Quelle: dpa