Panorama

Attacke auf Sansibar Säure auf junge Britinnen geschleudert

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Blick auf den Hafen von Sansibar. Die idyllische Gewürzinsel ist ein beliebtes Reiseziel im Indischen Ozean.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Zwei junge Frauen aus Großbritannien werden auf Sansibar Opfer eines Säureanschlags. Die Hintergründe sind unklar. Die 18-Jährigen arbeiten dort als Helferinnen an einer örtlichen Schule.

Zwei 18-jährige Britinnen sind auf der tansanischen Insel Sansibar mit Säure angegriffen und verletzt worden. Zwei Männer hätten von einem Moped aus Säure auf die Frauen geschleudert, teilte die Polizei auf der Insel mit. Die Britinnen seien im Gesicht, im Brustbereich und an den Händen verletzt und in ein Krankenhaus in der tansanischen Metropole Daressalam gebracht worden, erklärte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums von Sansibar. Wie schwer ihre Verletzungen sind, war zunächst unklar.

Die Opfer arbeiteten als freiwillige Helferinnen in einer Schule auf einer Insel, die vor der Küste Tansanias liegt. "Der Vorfall hat hier alle geschockt, weil erstmals Ausländer auf eine solche Weise angegriffen wurden", sagte der örtliche Polizeichef Khamis Mukadam.

Die beiden zu Sansibar gehörenden Inseln Unguja und Pemba sind überwiegend muslimisch geprägt. Sie sind seit der Unabhängigkeit von Großbritannien in den 1960er Jahren offiziell ein Teil von Tansania. Viele junge Muslime fordern schon lange die Abspaltung der Inseln vom Festland. Zudem lehnen sie den westlichen Lebensstil der zahlreichen Urlauber, die jährlich die Strände Sansibars am Indischen Ozean besuchen, strikt ab.

"Aber bei den Opfern handelt es sich nicht um Touristinnen, deshalb fragen wir uns umso mehr, warum sie angegriffen wurden", sagte Mukadam. Zahlreiche Bürger forderten die Polizei auf, die Tat umgehend aufzuklären und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Die Behörden leiteten eine Fahndung ein. Jedoch erklärte Mukadam, es gebe bisher keinerlei Hinweise auf die Täter oder ihr Motiv.

Quelle: n-tv.de, AFP