Nach den ErdbebenHilfslieferungen für Sumatra
Durch die Beben der Stärke 6,4 und 6,3 wurden tausende Menschen obdachlos. Regierung und Rotes Kreuz verteilten Lebensmittel, Zelte und Medikamente.
Nach den schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra haben die Hilfslieferungen für die Überlebenden begonnen. Regierung und Rotes Kreuz verteilten Lebensmittel, Zelte und Medikamente. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde kamen bei den zwei Beben am Dienstag 72 Menschen ums Leben. Ein Regierungsmitarbeiter sagte, es seien wohl keine Menschen mehr unter den Trümmern begraben. Durch die Beben der Stärke 6,4 und 6,3 wurden Tausende obdachlos. In Notzelten wurden die zahlreichen Verletzten behandelt. Viele klagten über das schleppende Anlaufen der Hilfe.
"Das Hauptproblem ist die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Die Regierung hat noch kein Essen geschickt", sagte ein 64-jähriger Mann, der in der Stadt Solok mit 30 weiteren Menschen in einem Zelt ausharrte. "Die Regierung hat uns gesagt, wir sollten aus Angst vor Nachbeben nicht in unsere Häuser zurückkehren." Nach Angaben des Bürgermeisters von Solok wurden in der am stärksten betroffenen Stadt über 2000 Menschen obdachlos. Es sei das schlimmste Beben seit 80 Jahren in der Region. Die Aufräumarbeiten mit schwerem Gerät gingen unterdessen weiter. Das Rote Kreuz und die Vereinten Nationen entsandten Rettungsteams.
Indonesien ist häufig von Erdbeben betroffen. Die 17.000 Inseln des Landes liegen in einem Gebiet mit starker vulkanischer und seismischer Aktivität. 2004 löste ein Erdbeben vor der Küste Sumatras einen Tsunami aus, in dessen Folge 170.000 Menschen starben. Indonesien ist das Land mit der weltweit viertgrößten Bevölkerung.