Kathryn Bigelows Bin-Laden-FilmHindus attackieren Filmset

Den Anblick pakistanischer Symbole auf ihrem Land ertragen sie nicht. Extremistische Hindus haben darum ein Filmset in der Nähe des indischen Chandigarh angegriffen. Die Filmcrew hat dort für Kathryn Bigelows neuen Film über die Jagd nach Osama Bin Laden die Stadt Abbottabat nachgebaut – inklusive pakistanischer Flaggen.
Radikale Hindus haben in Nordindien die Dreharbeiten für den neuen Film ("The Hurt Locker") über die Suche nach Terroristenchef Osama bin Laden unterbrochen. Crewmitglieder hätten sich in Sicherheit bringen müssen, als Anhänger extremistischer Hindugruppen das Set in einem Vorort der Stadt Chandigarh stürmten, berichtete die Nachrichtenagentur IANS. Die Aktion habe sich gegen den Nachbau der pakistanischen Stadt Abbottabad gerichtet, t worden war, hieß es.
Bigelow nicht am Drehort
Die Hindus rissen die grün-weiße pakistanische Nationalflaggen und Schilder in Pakistans Landessprache Urdu herunter. "Wir werden nicht erlauben, dass pakistanische Fahnen in der (indischen) Stadt wehen", sagte einer der Demonstranten.
Dem Bericht zufolge war Regisseurin Bigelow zum Zeitpunkt des Zwischenfalls nicht am Set. Anschließend habe sie sich jedoch bereiterklärt, in den nächsten Drehtagen auf pakistanische Flaggen zu verzichten. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage in Pakistan hatte sich das Filmteam entschieden, den Streifen im benachbarten Indien zu drehen. Die beiden Atommächte haben seit 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um die Region Kaschmir.