Panorama

"Nicht ganz nach Plan"Hochhäuser widerstehen Sprengung

12.10.2015, 18:09 Uhr

2500 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen: In der schottischen Stadt Glasgow soll ein altes Hochhaus-Ensemble weichen. Es knallt, es staubt - und doch hat die Aktion am Ende einen Makel.

"Das verlief nicht vollständig nach Plan" - mit diesen Worten beschreibt die Glasgow Housing Association (GHA) die Sprengung eines sechs Gebäude umfassendes Komplexes in der schottischen Stadt. Denn nachdem sich der Staub verzogen hatte, standen zumindest noch zwei Gebäude zu einem nicht unerheblichen Teil. Immerhin etliche Stockwerke der Häuser blieben stehen und sollen nun später abgerissen werden.

Die GHA entschuldigte sich für die Panne. Immerhin hatten 2500 Menschen aus der Umgebung ihre Wohnungen verlassen müssen. Nun soll eine Untersuchung das Missgeschick klären. Die Rümpfe stünden immerhin stabil, heißt es in britischen Medien.

Die Gebäude gehören zur bekannten Red Road Fleet und stammen aus den 60er Jahren. Sie waren damals die höchsten Häuser in Westeuropa. Das Ensemble umfasste acht Blöcke mit je 30 Etagen. Später entwickelte sich das Areal zu einem sozialen Brennpunkt mit Kriminalität und Drogenhandel. zwei Häuser waren bereits in den vergangenen Jahren gesprengt worden. Das Abtragen der nun abgerissenen Blöcke wird wohl mindestens zwei Jahren dauern.

Quelle: ntv.de, jwu