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Wegen unterschiedlicher Mützen Iglo unterliegt im "Käpt'n Iglo"-Streit

Seit vielen Jahren wirbt Iglo für seine Fischstäbchen mit einem älteren Seemann mit Kapitänsmütze. Ein Konkurrent bewirbt seine Produkte mit einem ähnlichen Werbegesicht. Für Iglo zu ähnlich. Ein Gericht jedoch sieht deutliche Unterschiede - und beschert dem Unternehmen eine Niederlage.

Bart und Mütze sind keine Exklusivmerkmale von Käpt'n Iglo: Der Hamburger Tiefkühlkosthersteller Iglo ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dem Cuxhavener Konkurrenten Appel Feinkost eine ähnliche Werbefigur verbieten zu lassen. Das Münchner Landgericht wies die Iglo-Klage ab. Iglo hatte Appel Feinkost vorgeworfen, die Verbraucher wegen Verwechslungsgefahr beider Figuren in die Irre zu führen. Dem folgten die Richter nicht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Käpt'n Iglo ist einzigartig, auch wegen seiner Kapitänsmütze - die sich auch für Verbraucher ersichtlich deutlich von beispielsweise einer Elblotsenmütze unterscheidet.

(Foto: picture alliance/dpa/obs/Iglo Deutschland)

Appel Feinkost wirbt unter dem Motto "küstlich fein" mit einem wettergegerbten Herrn, der ebenso wie Käpt'n Iglo Bart und Seemannsmütze trägt. Doch laut Urteil hat Appel Feinkost Käpt'n Iglo nicht kopiert, auch wenn es sich bei beiden Werbefiguren um ältere Herren mit Bart handele, die Mützen tragen. Die Richter wiesen auf die Unterschiede hin: Die Mützen sind unterschiedlich - in einem Fall eine Kapitänsmütze, im anderen eine Elblotsenmütze. Die Appel-Figur trägt demnach auf den meisten Bildern keinen blauen Anzug wie Käpt'n Iglo, sondern einen grauen Anzug, wie das Gericht nach der Urteilsverkündung mitteilte.

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Und anders als Käpt'n Iglo trägt die Appel-Figur laut Gericht auch keinen weißen Rollkragenpullover und kein weißes T-Shirt, "sondern eine karierte Weste mit Krawatte sowie einen Seidenschal". Die Appel-Figur ist demnach kein Seemann, sondern ein "gut situierter Herr in einem eleganten Dreiteiler". Dementsprechend sehen die Richter keine Verwechslungsgefahr und damit auch keine Irreführung der Käufer tiefgekühlter Fischprodukte.

Iglo hatte zuvor, dass das Unternehmen zuerst eine außergerichtliche Einigung angestrebt habe. Käpt'n Iglo habe bei den Deutschen eine Bekanntheit von über 80 Prozent, hieß es in der Stellungnahme. Iglo könne die von Appel Feinkost vertretene Position, "dass es sich nicht um eine Nachahmung unter Ausnutzung der Bekanntheit und des Markterfolgs der Werbefigur und -konzeption des "Käpt'n Iglo" handelt, nicht nachvollziehen oder akzeptieren".

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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