Panorama

Vorsicht Elchjäger und PilzsammlerImmer mehr Bärenattacken

15.10.2007, 17:14 Uhr

Etwa 440 Kilometer nördlich von Stockholm griff ein Braunbär schwedische Elchjäger auf der Pirsch an. In den rumänischen Südkarpaten fiel ein Braunbär einen Pilzsammler an und verletzte ihn schwer.

Gefährliche Bärenattacken in Schweden und Rumänien: Etwa 440 Kilometer nördlich von Stockholm griff ein Braunbär schwedische Elchjäger auf der Pirsch an. Wie der Rundfunksender SR berichtete, hatten die beiden Männer die Attacke des Raubtiers anfänglich sogar noch mit einem Handy gefilmt, bevor sie mit Verletzungen in ihr Auto flüchteten. Sie wurden danach mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. In den rumänischen Südkarpaten fiel ein Braunbär einen Pilzsammler an und verletzte ihn schwer. Der 55-Jährige sei außer Lebensgefahr, werde aber bleibende Schäden davontragen, teilte die Nachrichtenagentur Mediafax mit.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein anderer Braunbär einen 61 Jahre alten Elchjäger nahe der schwedisch-norwegischen Grenze getötet. Nahe der finnischen Ortschaft Kortesjärvi erlegten zwei Elchjäger am Wochenende einen Braunbären, als er nach ihren Angaben auf sie zusprang. Die beiden an den Attacken in Schweden beteiligten Bären wurden jeweils im Anschluss von einem großen Aufgebot an Jägern gejagt und erlegt.

In Schweden hat sich der Braunbärenbestand in den vergangenen Jahren auf etwa 2500 Tiere erhöht. In Rumänien leben etwa 5000 Braunbären. Immer wieder greifen sie Menschen an. Allein in diesem Sommer kamen in Rumänien zwei Menschen nach Angriffen von Bären ums Leben.