Panorama

In Niedersachsen verschwundenZwei vermisste Jungen sollen nicht in akuter Gefahr sein

24.02.2026, 18:20 Uhr
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Nawid-Rezayi-und-Amir-Rezayi
Die Suche nach Nawid Rezayi und Amir Rezayi läuft weiter. (Foto: Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta)

In Norddeutschland verschwinden zwei kleine Jungen auf dem Weg zum Sport. Die Polizei leitet größere Suchmaßnahmen ein. Sie geht allerdings nach Ermittlungen in der Familie nicht von einer akuten Gefährdung der beiden aus.

Zwei seit Montag vermisste Jungen im Alter von neun und zehn Jahren aus dem niedersächsischen Barßel befinden sich nach Einschätzung der Polizei nicht in Gefahr. Wie die Beamten in Cloppenburg mitteilten, schließen sie nach Ermittlungen im Umfeld der Wohngruppe der Kinder als auch im familiären Kontext "eine akute Gefährdung aus". Zugleich gehen sie davon aus, dass sich die Jungen "nicht mehr im Bereich Barßel aufhalten".

Die Cousins wohnten demnach seit dem vergangenen Jahr dort in einer Wohngruppe. "Ein Nachzug der in Afghanistan lebenden Eltern war bisher nicht möglich", erklärten die Beamten. Nun seien in dem Fall "etwaige verwandtschaftliche Kontakte im europäischen Ausland Gegenstand der Ermittlungen". Es sei eine "überörtliche Personenfahndung initiiert" worden.

Die Jungen waren am Montagnachmittag zum Fußballtraining aufgebrochen, kamen aber in der Sporthalle nie an. Die Polizei leitete daraufhin eine großangelegte Suche inklusive Spürhund und Hubschrauber ein, die in der Nacht und am Dienstag fortgesetzt wurde. Die Suche blieb ergebnislos, ein Unglücksfall wurde aber nicht angenommen.

Die weiteren Ermittlungen dauern laut Polizei an, eine überörtliche Personenfahndung wurde initiiert. Beide Jungen haben den Angaben nach kurze braune Haare und braune Augen. Der Zehnjährige trug nach Polizeiangaben unter anderem eine dunkle Jacke und eine gelbe Warnweste. Sein jüngerer Cousin war demnach mit einer silber- oder graufarbenen Jacke und ebenfalls mit einer Warnweste bekleidet.

Quelle: ntv.de, rog/dpa