Panorama

Skigebiete richtig aussuchenInternet-Kameras nutzen

24.11.2006, 10:38 Uhr

Beim Lesen eines Wintersportberichtes sollten Skiläufer nicht nur die dort angegebenen Schneehöhen beachten. Um die Schneeverhältnisse besser einzuschätzen, ist auch das Sichten der Aufnahmen von Webcams in Skiorten hilfreich.

Beim Lesen eines Wintersportberichtes sollten Skiläufer nicht nur die dort angegebenen Schneehöhen beachten. Wichtig ist es zum Beispiel auch zu wissen, wie der Untergrund der Pisten jeweils beschaffen ist. "Über Felsen braucht es mehr Schnee als dort, wo im Sommer grüne Almwiesen zu finden sind", erläutert Edgar Anneser vom Deutschen Skiverband (DSV) in Planegg bei München. Auch bei Gletscherskigebieten gelte: Je mehr Schnee, desto besser.

Eine Faustregel dafür, bei welcher Schneehöhe in jedem Fall Skisport möglich ist, gibt es Anneser zufolge nicht. Sind zum Beispiel 50 Zentimeter als Schneehöhe angegeben, könne das auf Almwiesen bei verdichtetem Altschnee ausreichen. Bei frischem Pulverschnee wäre diese Menge dagegen unter Umständen noch zu wenig. Unterschiede ergeben sich auch dadurch, dass das Präparieren der Pisten in einigen Wintersportorten professioneller geschieht als in anderen.

Skiläufer sollten berücksichtigen, dass die Skiorte die Messstäbe für die Schneehöhe in der Regel an Stellen der Pisten platzieren, "wo der Schnee hin- und nicht weggeweht wird". Der Experte des Skiverbandes empfiehlt deshalb, neben den Schneeberichten am besten auch die Internet-Kameras der Skiorte abzusurfen. "Da kann man oft schon ganz gut sehen, wie die Piste gerade beschaffen ist."