73-Jähriger stirbt an KrebsJackson-Ankläger Tom Sneddon ist tot

Der US-Jurist Sneddon hat viele Jahre seines Lebens damit verbracht, den Popstar Michael Jackson wegen sexuellen Missbrauchs anzuklagen und hinter Gitter zu bringen. Vergeblich, Jackson wurde immer freigesprochen. Jetzt ist der Ankläger gestorben.
Der ehemalige Oberstaatsanwalt Tom Sneddon, der Michael Jackson wegen Kindesmissbrauchs verurteilt sehen wollte, ist tot. Der Jurist aus Santa Barbara (US-Bundesstaat Kalifornien) starb im Alter von 73 Jahren an Krebs, wie mehrere US-Medien berichteten.
Der neunfache Vater hatte 2005 in einem weltweit aufsehenerregenden Prozess gegen den Popstar alle juristischen Register gezogen und dennoch verloren. Am Ende wollte kein einziges der zwölf Jury-Mitglieder den Vorwurf akzeptieren, dass Jackson einen 13-Jährigen sexuell missbraucht habe.
Für die Fans des Musikers, der vier Jahre später starb, war Sneddon das Feindbild schlechthin. Sie warfen ihm vor, einen persönlichen Rachefeldzug zu führen, was Sneddon zurückwies. Er hatte Jackson bereits 1993 mit dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs konfrontiert. In einem Lied auf seinem Album "HIStory" besang Jackson den Ankläger unter dem Namen "Dom Sheldon" als "kalten Menschen", der mit weißen Rassisten gemeinsame Sache mache.