Panorama

Fast 30 Jahre nach Kriegsende weitergekämpft Japans sturster Soldat gestorben

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Hiroo Onoda (M.) bei seiner persönlichen Kapitulation fast 30 Jahre nach Kriegsende. Im März 1974 legte er auf Befehl seines ehemaligen Kommandeurs die Waffen nieder.

(Foto: REUTERS)

29 Jahre lang weigert sich der japanische Soldat Hiroo Onoda, das Ende des Zweiten Weltkriegs anzuerkennen. Stattdessen kämpft er auf eigene Faust im philippinischen Dschungel weiter. Jetzt ist er in hohem Alter gestorben.

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Onoda im Jahre 1996.

(Foto: AP)

So viel Entschlossenheit ist dann doch eher selten. 29 Jahre lang verbrachte ein ehemaliger japanischer Soldat im philippinischen Dschungel, weil er nicht an das Ende des Zweiten Weltkriegs glaubte. Jetzt ist Hiroo Onoda in Tokio gestorben. Er wurde 91 Jahre alt.

Als er 1974 die Waffen niederlegte, sorgte seine Geschichte weltweit für Aufmerksamkeit. So bauten die legendären Prügelknaben Bud Spencer und Terence Hill eine ähnliche Figur in ihren Film "Zwei Asse trumpfen auf" ein.

Onoda war nicht der einzige japanische Soldat, der einfach weiterkämpfte. Auf den Philippinen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg noch viele ehemalige japanische Soldaten gefunden, die sich nach der Kapitulation ihres Landes 1945 nicht den US-Truppen stellen wollten und stattdessen im Dschungel in den Untergrund gegangen waren. Onoda hatte jedoch mit Abstand am längsten dort ausgeharrt.

Befehl, sich niemals zu ergeben

Der Leutnant der Kaiserlichen Armee war seit 1944 auf der philippinischen Insel Lubang stationiert gewesen und hatte noch kurz vor Kriegsende eine Spezialausbildung im Guerillakampf erhalten. Seinen Befehl, sich niemals zu ergeben und bis zum Eintreffen von Verstärkung die Stellung zu halten, befolgte er noch lange nach 1945. Zunächst noch zusammen mit drei weiteren Soldaten beobachtete er Militäranlagen und lieferte sich Feuergefechte mit philippinischen Soldaten.

Flugblätter, auf denen das Kriegsende verkündet wurde, und andere Versuche, ihn von seinem einsamen Dschungel-Krieg abzubringen, konnten ihn nicht zum Aufgeben bewegen. Onoda ergab sich erst 1974 nach einem Besuch seines früheren Vorgesetzten, der ihm befahl, die Waffen niederzulegen.

Quelle: ntv.de, vpe/AFP

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