Panorama

Peking lahmgelegtKältestes China seit 40 Jahren

03.01.2010, 14:51 Uhr

In Peking wird gezittert – Schnee und Kälte machen der chinesischen Hauptstadt zu schaffen: Über 400 Flüge werden gestrichen, die wichtigsten Hauptstraßen sind unbefahrbar. Aber das Schlimmste soll noch kommen.

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Polizist auf dem Platz des Himmlischen Friedens: Frieren mit Mao (Foto: dpa)

Ungewohnt eisige Temperaturen und Schneestürme haben weite Teile Nordchinas und die Hauptstadt Peking lahmgelegt. Auf dem Pekinger Hauptstadtflughafen wurden wegen Schnee, Eis und Nebel mehr als 400 Flüge gestrichen, fast alle anderen Verbindungen waren verspätet, wie das Staatsfernsehen berichtete. In Peking und Tianjin sollten am Montag die Schulen geschlossen bleiben, da es laut Wetterdienst eiskalt bleiben soll.

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Und es soll noch kälter werden in Peking! (Foto: Reuters)

Die wichtigsten Hauptstraßen in Peking und Tianjin sowie in den benachbarten Regionen Hebei, Shanxi und der Inneren Mongolei wurden wegen Schneefalls vorübergehend gesperrt. Auch der Busverkehr war stark eingeschränkt, wie das Fernsehen berichtete.

Für Montag und Dienstag wurden wegen der anhaltenden eisigen Winde aus Sibirien Temperaturen von bis zu minus 16 Grad in Peking vorhergesagt. Laut der Zeitung "Beijing Youth Daily" wäre das so kalt wie seit 40 Jahren nicht mehr. Die Meteorologen sagten auch weitere Schneestürme vorher.

In Peking wollen die Behörden nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua für die Hauptverkehrszeit am Montag rund 7000 Verkehrspolizisten und 5000 Freiwillige an Busstationen einsetzen, um das befürchtete Chaos abzumildern. Zudem wurden etwa 300.000 Menschen eingesetzt, um die Hauptstadt von den Schneemassen zu befreien.

Das Agrarministerium schickte nach eigenen Angaben Expertenteams in die Landwirtschaft, um Bauern zu beraten, wie sie ihre Felder vor der eisigen Kälte schützen können.

Quelle: AFP