Panorama

Äthiopisches Passagierflugzeug von Co-Pilot entführtKidnapper bittet in der Schweiz um Asyl

17.02.2014, 09:47 Uhr
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Passagiere und Besatzungsmitglieder kommen mit dem Schrecken davon. (Foto: dpa)

Ein Co-Pilot entführt auf dem Weg von Äthiopien nach Italien seine Passagiermaschine in die Schweiz und bittet er um Asyl. Er fühle sich in seiner Heimat bedroht. Passagiere und Besatzung sind wohlauf.

Bei dem Entführer einer äthiopischen Passagiermaschine hat es sich nach Angaben des Genfer Flughafens um den Co-Piloten des Flugzeugs gehandelt. Der Mann habe bei seiner Festnahme nach der erzwungenen Landung in Genf erklärt, er fühle sich in seiner Heimat "bedroht" und wolle deswegen politisches Asyl in der Schweiz beantragen. Demnach hatte sich der 31-jährige Co-Pilot im Cockpit eingeschlossen, als der Pilot zur Toilette ging.

Die Entführung der in Addis Abeba gestarteten Maschine der Ethiopian Airlines mit Ziel Rom war glimpflich ausgegangen. Das Flugzeug landete sicher auf dem Flughafen in Genf, alle Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unversehrt, wie die Schweizer Polizei mitteilte.

Die Boeing 767 war um 00.30 Uhr (Ortszeit, Sonntag 22.30 Uhr MEZ) in Addis Abeba gestartet und hätte um 04.40 Uhr in Rom landen sollen. Stattdessen setzte sie um 06.00 Uhr in der Schweizer Stadt Genf auf.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa/rts