Panorama

Nach dem Tod von Giraffe Marius Kopenhagener Zoo tötet vier Löwen

Der Zoo in der dänischen Hauptstadt muss sich einem neuen Skandal stellen: Nach dem Giraffenbullen Marius sterben nun vier Löwen. Die Zuchtmännchen seien dem Zoo zufolge zu alt und müssen deshalb ihr Leben lassen.

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In Dortmund durfte Löwe Anton seinen Ruhestand bis zu seinem Tod im Zoo verbringen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach den heftigen Protesten gegen den Tod der Giraffe Marius hat der Kopenhagener Zoo erneut Tiere getötet. Vier Löwen starben, um Platz für eine neue Generation zu machen, wie der Zoo berichtete. "Der Generationswechsel war schon lange geplant, weil die beiden Zuchtlöwen des Zoos sehr alt waren."

Mit den zwei alten Löwen starben auch ihre beiden Jungen, die dem Zoo zufolge allein nicht zurechtgekommen wären. Die Weltnaturschutzunion stuft den Löwen weltweit als gefährdet ein. Die in Westafrika in freier Wildbahn lebenden Raubkatzen sind laut der Organisation sogar vom Aussterben bedroht. Zuchtprogramme in Zoos und Tierparks sind daher von großer Bedeutung für sein Überleben.

Das Schicksal des Giraffenjungen Marius hatte dem Zoo in der dänischen Hauptstadt ungewollt weltweite Aufmerksamkeit beschert. Er musste wegen einer zu hohen Giraffenpopulation im Zoo und einer drohenden Inzucht sterben.

Eine Welle der Empörung war hochgeschwappt, nachdem die Giraffe aus Platzmangel getötet und vor Kinderaugen obduziert worden war. Marius' Fleisch wurde teilweise an Raubtiere verfüttert. Eine Online-Petition hatte die Schließung des Zoos gefordert.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa

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