Panorama

Blutbad im Regiment Legionär schießt um sich

Ein französischer Legionär hat im Tschad zwei Kameraden und einen Soldaten aus Togo erschossen. Der Täter und die beiden anderen Legionäre gehörten nach französischen Militärangaben einem Regiment an, das in einem Lager der europäischen EUFOR-Truppen stationiert war. Nach unbestätigten Medienberichten soll der Mann auf der Flucht auch einen tschadischen Bauern getötet haben, der ihm nicht sein Pferd habe überlassen wollen. Der getötete togoische Soldat war Mitglied der UN-Friedensmission MINURCAT. Warum der Franzose auf die drei Soldaten schoss, ist noch unklar.

Der Tschad gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. In der Republik im Norden Zentralafrikas sind mehrere tausend ausländische Soldaten stationiert. Sie sollen vor allem für den Schutz der Flüchtlinge im Land sorgen, die zum großen Teil aus dem benachbarten Sudan stammen. Die ausländischen Soldaten im Tschad standen zuletzt ein Jahr lang unter EU-Befehl. Mitte März übernahmen die Vereinten Nationen (UN) das Kommando. Die Franzosen hatten in der europäischen EUFOR-Mission die Mehrheit der Soldaten gestellt.

Quelle: ntv.de