Panorama

Keine Hilfe für Vergewaltigungsopfer Mädchen fliegt von der Schule

Ein 14-jähriges Opfer von Kinderhandel wird in Indonesien mehrfach vergewaltigt. Doch von ihrer Schule erhält sie keine Unterstützung. Stattdessen schließt die Einrichtung das Mädchen sogar aus. Der Grund: Sie habe den Ruf der Einrichtung beschädigt.

26870528.jpg

Das indonesische Mädchen - hier nicht im Bild - wurde bei einer Internet-Verabredung entführt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine vergewaltigte 14-Jährige ist in der indonesischen Hauptstadt Jakarta von ihrer Schule verwiesen worden. Dem Mädchen werde vorgeworfen, "den Ruf der Einrichtung beschädigt" zu haben, sagte der Chef der Kinderschutzkommission, Arist Merdeka Sirait. Demnach habe ein Lehrer dem Mädchen bei einem Fahnenappell vor Hunderten von Schülern seinen Ausschluss verkündet.

"Mit der Demütigung vor ihren Kameraden hat die Schule das Trauma des Mädchens noch verschlimmert", sagte Sirait weiter. "Die Schule hätte ihm helfen müssen." Als Konsequenz habe die Nichtregierungsorganisation beim indonesischen Bildungsministerium beantragt, der Privatschule die Betriebserlaubnis zu entziehen. Die Einrichtung, die in einem Vorort von Jakarta liegt, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Nach Angaben der Kinderschutzkommission wurde das Kind Opfer eines Netzwerks für Kinderhandel. Die 14-Jährige habe sich im Internet-Sozialnetzwerk mit einem vermeintlichen Freund verabredet. Bei dem Treffen wurde sie jedoch von einer Bande entführt und eine Woche lang gefangen gehalten. Während dieser Zeit wurde sie demnach mehrfach vergewaltigt.

Quelle: ntv.de, AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.