Panorama

Lebenslange Haft Mareikes Mörder verurteilt

Wegen Mordes an der 20-jährigen Mareike aus Waldmünchen in Bayern ist ein 31 Jahre alter Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte habe die junge Frau ermordet, um eine andere Straftat zu verdecken, sagte der Vorsitzende Richter Werner Ebner. Gegen das Urteil des Landgerichts Regensburg will der Textilarbeiter möglicherweise Revision einlegen.

Der 31-Jährige hatte seine junge Arbeitskollegin im Oktober 2003 erwürgt und die Leiche im Wald verscharrt. Mareikes Schicksal blieb lange ungewiss, die Tote wurde erst ein halbes Jahr später gefunden.

In dem dreieinhalb Monate langen Prozess ging es für das Gericht um die Frage, ob der 31-Jährige wegen Mordes oder Totschlags ins Gefängnis muss. Mit dem Urteil folgte die Strafkammer den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Nach Auffassung des Gerichts war der Textilarbeiter in Mareikes dunkle Wohnung eingestiegen, um dort Unterwäsche und Fotos von seiner Arbeitskollegin mitzunehmen. Als die junge Frau ihn dabei überrascht habe, habe er den Entschluss gefasst, sie zu töten.

Damit stützte sich das Gericht auf das erste Geständnis des 31-Jährigen bei der Polizei, das dieser später widerrufen hatte. Der Angeklagte habe sein Aussageverhalten in der Hauptverhandlung der Beweissituation angepasst und sei in den strittigen Punkten nicht glaubwürdig gewesen, erklärte Ebner. Zudem liege weder eine psychische Erkrankung im engeren Sinne noch eine ausgeprägte sexuelle Störung vor. Der Verteidiger hatte die Tat dagegen als Totschlag gewertet und auf elf Jahre Haft plädiert.

Quelle: ntv.de

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