Panorama

An Augen und Lippe Maskenpflicht lässt Schönheits-OPs boomen

imago0101417526h.jpg

Die Maske lenkt die Aufmerksamkeit mehr auf die Augen, erklärt Chirurg Schuhmann.

(Foto: imago images/Ukrinform)

Die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verändert nicht nur das öffentliche Bild, sondern offenbar auch die Selbstwahrnehmung. Plastische Chirurgen verzeichnen einen Anstieg an Lidstraffungen und Lippenkorrekturen. Auch eine Folge der Corona-Krise: Der Trend zum Fettabsaugen setzt sich fort.

Die Corona-Krise hat zu einer erhöhten Nachfrage an Schönheitskorrekturen im Gesicht geführt. "Die Maskenpflicht verändert den Blick in den Spiegel", berichtete der Schönheitschirurg Karl Schuhmann bei einer Tagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen in Düsseldorf. Vor der Maskenpflicht habe sich der Blick auf das ganze Gesicht gerichtet, jetzt konzentriere sich die Aufmerksamkeit mehr auf die Augenpartie, erklärte der Tagungspräsident.

Schuhmann berichtete, "Lidstraffungen erleben durch Corona einen Boom". Auch Lippenkorrekturen würden in den Praxen deutlich stärker nachgefragt, was der Chirurg ebenfalls auf die Maskenpflicht zurückführt. "Lippenkorrekturen können kurzfristig zu blauen Flecken, Rötungen oder Schwellungen führen. Eine Maske verdeckt Schwellungen nach einer Lippenkorrektur."

Daneben stellten die Chirurgen auch unmittelbare Folgen der vielfach berichteten Gewichtszunahme während des Lockdowns fest. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern sei das Interesse an Fettabsaugungen deutlich angestiegen. Dieser Trend werde sich voraussichtlich noch weiter verstärken - bereits vor der Corona-Krise sei die Zahl der Fettabsaugungen im Vorjahresvergleich um 60 Prozent gestiegen.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP