Panorama

Tödlicher Angriff auf OutlawMehrjährige Haft für Rocker

04.05.2010, 11:26 Uhr
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Der Prozess wurde von einigen Rockern begleitet: Die Outlaws ... (Foto: dpa)

Zwei Mitglieder der Hells Angels müssen für einen tödlichen Angriff auf einen verfeindeten Rocker-Chef für mehrere Jahre hinter Gitter. Haupttäter soll aber ein noch flüchtiger Angel sein.

Nach einer tödlichen Attacke im Rockermilieu hat das Landgericht Kaiserslautern zwei Anhänger der Hells Angels zu vier und siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 43 und 29 Jahre alten Männer im Juni 2009 an einem Überfall auf den Regionalchef des verfeindeten Clubs Outlaws beteiligt waren. Der 45-Jährige war Ende Juni 2009 spätabends auf einer Landstraße auf seinem Motorrad gestoppt und erstochen worden.

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... und die Hells Angels wurden von der Polizei aber strikt getrennt. (Foto: dpa)

Der jüngere Angeklagte wurde unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt, der andere wegen Beihilfe dazu. "Die Kammer geht nicht davon aus, dass es sich hier um einen von langer Hand geplanten Mordanschlag handelte", sagte der Vorsitzende Richter. Die tödlichen Stiche hat nach seiner Überzeugung ein dritter, noch flüchtiger Hells Angel dem Opfer beigebracht.

Der Prozess hatte am 22. Dezember begonnen, Dutzende von Zeugen wurden vom Gericht befragt. Im Zuschauerraum hatten Gruppen von Outlaws und Hells Angels den Prozess beobachtet - strikt getrennt durch die Polizei.

Quelle: dpa