Panorama

First Lady aus Holz Melania Trump erhält Statue in ihrer Heimat

122084201.jpg

Mit dem Titel "Ta Eho" bezieht sich der Künstler auf die mystische Nymphe Echo.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch wenn sie seit 30 Jahren nicht mehr in ihrer Heimat zu Besuch war: In Slowenien steht jetzt eine Statue der US-amerikanischen First Lady. Der verantwortliche Künstler untersucht mit seinem Projekt, wie die Bewohner zu Melania Trump stehen und erlangt interessante Erkenntnisse.

Die aus Slowenien stammende Melania Trump, Ehefrau des US-Präsidenten, hat in ihrem Geburtsland eine lebensgroße Skulptur erhalten. Das aus Holz geschnitzte, recht grobschlächtig wirkende Ebenbild der First Lady wurde in einem Waldstück nahe ihrem Heimatort Sevnica im Südosten des Landes enthüllt, wie slowenische Medien berichteten. Die hölzerne Melania steht auf einem efeubewachsenen Sockel und winkt ihrer Heimatstadt zu. Ihren Körper umhüllt ein himmelblaues Kleid, wie sie es bei der Amtseinführung von Donald Trump im Januar 2017 getragen hatte.

Das Werk ist eine Schöpfung des US-amerikanischen Street-Art-Künstlers Brad Downey. Es ist Teil eines Kunstprojekts mit dem Namen "Ta Eho" (Dieses Echo), das mit einer Ausstellung Downeys in der 90 Kilometer entfernten Hauptstadt Ljubljana gekoppelt ist. Nach Aussagen des Künstlers gehe es ihm darum, das Verhältnis der örtlichen Bevölkerung zur prominenten Landestochter zu erforschen.

Das Verhältnis von Melania Trump zu ihrer 5000-Einwohner-Heimatstadt Sevnica ist wenig innig. Sie wuchs zwar dort auf und besuchte die achtklassige Grundschule. Doch seit mehr als 30 Jahren war sie nicht mehr zu Besuch.

Im Gegenzug reagierten die Bewohner des Ortes mit Gleichgültigkeit auf Melanias jähen Aufstieg zur First Lady. Dennoch entwickelte sich seitdem eine lebhafte Souvenir-Industrie mit nach ihr benannten Weinen, Schokoladen, Torten, Kosmetika und anderen Produkten. Die Abnehmer sind vor allem US-Touristen, die auf den Spuren der Präsidentengattin wandeln.

Der 39-jährige Downey lebt in Berlin. Dort war er 2008 aufgefallen, als er im Rahmen einer Aktion das "Kaufhaus des Westens" (Kadewe) mit grüner Farbe besprühte. Mit dem Titel "Ta Eho" will sich Downey auch auf den antiken Mythos von der Nymphe Echo beziehen. Diese sollte im Auftrag des Obergottes Zeus dessen Frau Hera mit Geschichtenerzählen unterhalten, während er seinen amourösen Abenteuern nachging. Als Hera dem Komplott auf die Schliche kam, bestrafte sie die Nymphe damit, dass sie nicht mehr eigenständig sprechen und nur mehr noch die letzten an sie gerichteten Worte zu wiederholen vermochte. So war Echo unfähig, dem schönen Jüngling Narziss ihre Liebe zu gestehen.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

Mehr zum Thema