Panorama

US-Kampfjet crasht in Waldgebiet Militärflugzeug nahe Trier abgestürzt

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Rheinland-Pfalz, Spangdahlem: Ein US-Kampflugzeug vom Typ F-16 Falcon startet auf der Airbase. Ein US-Militärflugzeug gleichen Typs ist nahe Trier abgestürzt.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Rheinland-Pfalz stürzt ein Militärflugzeug beim Training ab. Der Pilot des US-Kampfjets kann sich mit dem Schleudersitz retten. Nach Angaben der Stadt Trier crasht die Maschine über einem Waldgebiet in der Eifel. Kerosin läuft aus, Tote oder weitere Verletzte gibt es nicht.

Ein US-Kampfjet ist bei einem Übungsflug über dem Westen von Rheinland-Pfalz abgestürzt. Der Pilot konnte sich noch per Schleudersitz retten, er kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Sein Flugzeug schlug eine Schneise in den Wald, bevor es rund einen Kilometer später am Boden zum Stillstand kam. Der Jet war vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel zu dem Routine-Übungsflug gestartet. "Wir sind froh, dass es dem Piloten gut geht", sagte Chief Master Sergeant Christopher Ostrom am Abend in Rodt (Kreis Trier-Saarburg) unweit der Aufschlagsstelle des Jets vom Typ F-16. Das Wrack werde nun mitsamt der Einzelteile geborgen. "Es wird eine umfassende Untersuchung geben", kündigte Ostrom an. Klar sei aber bereits: "Das Gebiet ist sicher." Es gehe keine Gefahr von dem zerschellten Flugzeug aus.

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Ein Rettungshubschrauber des Militärs fliegt zur Unglücksstelle in der Eifel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund um die Absturzstelle hat das Militär das Kommando übernommen. Zahlreiche Straßen wurden abgesperrt, deutsche Feldjäger unterstützten die Amerikaner dabei, eine militärische Sicherheitszone einzurichten. Der Ortsbürgermeister von Zemmer, Edgar Schmitt, zeigte sich erleichtert, dass der Crash außerhalb seiner Ortschaft passierte: "Ich bin sehr froh, dass das Flugzeug nicht in den Ort gekommen ist", sagte er. Die Stelle in dem Wald, wo der Jet liege, sei schwer zugänglich. Zemmer liegt etwa auf halber Strecke zwischen Spangdahlem und Trier.

Baumwipfel "abrasiert"

Der Leiter der Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Trier-Land, Jürgen Cordie, berichtete, das Flugzeug habe Baumwipfel regelrecht "abrasiert". Die deutschen Feuerwehren seien zunächst vor Ort gewesen, bevor die US-Amerikaner quasi "übernommen haben". Wie es zu dem Crash kam, war noch offen. "Wir werden später weitere Informationen zur Verfügung stellen", sagte der Sergeant. Die Polizei Trier teilte mit, es habe mehrere Notrufe gegeben, die von dem Absturz berichteten. Anwohner wurden aufgefordert, die Absturzstelle zu meiden.

Es ist der zweite Militärflugzeug-Unfall in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere - ein 27-Jähriger - starb. Die genaue Ursache wird noch ermittelt.

Im April 2011 war schon einmal ein US-Militärjet vom Stützpunkt Spangdahlem abgestürzt. Damals handelte es sich um eine Maschine vom Typ A-10. Der Pilot konnte sich auch hier retten. In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F-16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Base gehören rund 4000 US-Soldaten. Einschließlich der Angehörigen leben und arbeiten zwischen 10 000 und 11 000 Menschen auf dem Stützpunkt. Die US-Luftwaffe ist seit Mitte der 1950er Jahre in Spangdahlem präsent.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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