Panorama

Rettung nach acht TagenNachbeben erschüttert China

20.05.2008, 16:59 Uhr

Acht Tage nach dem verheerenden Erdbeben in China hat ein schweres Nachbeben tausende Menschen in Angst versetzt. Unterdessen wurde ein Mann nach acht Tagen lebend gerettet.

Acht Tage nach dem verheerenden Erdbeben in China hat ein schweres Nachbeben tausende Menschen in Angst versetzt. Es bestehe eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Bebens von einer Stärke zwischen 6,0 und 7,0, teilte die Provinzregierung der südwestlichen Provinz Sichuan in der Nacht mit. Kurz darauf ereignete sich im Bezirk Pingwu, rund 125 Kilometer nördlich vom Epizentrum des schweren Bebens am Montag vergangener Woche, ein Beben der Stärke 5,0. Zahlreiche Menschen in der Provinzhauptstadt Chengdu verließen unmittelbar nach der Warnung panikartig ihre Häuser.

"Die, die Zelte haben, schliefen darin, und die, die Autos haben, schliefen dort", sagte ein Bewohner von Chengdu. Die Nacht über trugen viele Einwohner Möbel und andere Habseligkeiten auf die Straßen. Auf den Straßen kam es zu Staus, weil viele Bewohner aus Angst vor dem Nachbeben die Stadt verlassen wollten. Seit dem schweren Beben vor acht Tagen wurde das Katastrophengebiet von mehr als 150 Nachbeben erschüttert. Am Sonntag wurden nach Angaben eines örtlichen Behördenvertreters bei einem Nachbeben mindestens drei Menschen getötet und 50 weitere verletzt.

Mann gerettet

Im Bezirk Wenchuan wurde laut Xinhua ein Mann aus den Trümmern eines Kraftwerks gerettet. Ma Yuanjiang, ein leitender Angestellter des Kraftwerks, war insgesamt 179 Stunden lang unter den Trümmern begraben gewesen.

Krötenwanderung verursacht Panik

Unterdessen hat eine riesige Krötenwanderung in China Angst vor einem weiteren Erdbeben geweckt. Tausende Einwohner der südchinesischen Stadt Zunyi verbrachten die Nacht zum Dienstag im Freien, nachdem sie eine Massenwanderung von Fröschen und Kröten beobachtet hatten, berichten örtliche Medien unter Berufung auf den Vize-Bürgermeister Zeng Yongtao. "Wir wissen nicht, was wir sonst noch tun können", sagte ein Bewohner. Die Krötenwanderung warnt nach Überzeugung von vielen Einheimischen vor einer weiteren Katastrophe.