Panorama

Flughafen "Knuffingen" in HamburgNiki Lauda eröffnet Mini-Airport

06.05.2011, 13:24 Uhr

Der neue Flughafen Knuffingen wird nach sechsjähriger Bauzeit und mehr als 150.000 Arbeitsstunden fertiggestellt. Er ist die neue Attraktion in der größten Modelleisenbahnanlage der Welt in der Hamburger Speicherstadt. Offiziell eröffnet mit der Übergabe einer Betriebserlaubnis wird er von Hamburgs Bürgermeister Scholz und der F1-Legende und Fluglinienbesitzer Lauda.

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Haben die Ehre der Eröffnung: Der Hamburg Airport-Geschäftsführer Michael Eggenschwiler, Miniaturwunderland-Geschäftsführer Gerrit Braun, der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und der zweite Geschäftsführer des Miniaturwunderlands Frederik Braun. (v.l.) (Foto: dpa)

Das Miniatur Wunderland in der Hamburger Speicherstadt ist um eine Attraktion reicher: Der neue Flughafen "Knuffingen" ist von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister und Fluglinienbesitzer Niki Lauda eröffnet worden. "Es ist eine besondere Ehre, einen Flughafen einweihen zu dürfen," sagte Scholz, nachdem er die Betriebserlaubnis offiziell übergeben hat.

Nach sechs Jahren Bau und Entwicklungszeit und mehr als 150.000 Stunden Arbeitszeit, sind die Zwillingsbrüder Frederik und Gerrit Braun, Gründer des Wunderlands, glücklich, dass bei der Eröffnung "ihres" Flughafens alles funktioniert. "Meine Augenringe sind in der letzten Nacht groß geworden," sagte der Perfektionist Gerrit nach einigen schlaflosen Nächten. Einiges müsse in den nächsten Wochen natürlich noch verbessert und korrigiert werden.

Bis zu 40 Flugzeuge starten und landen vollautomatisch

Der Flughafen war nicht nur für die Modellbauer eine echte Herausforderung, auch die Techniker standen vor großen Problemen. 100 Kilometer Kabel und gut 50.000 Programmierzeilen sorgen unter anderem dafür, dass bis zu 40 Flugzeuge regelmäßig und vollautomatisch starten und landen. Von einem eigens entwickelten Satellitensystem gesteuert, fahren sie selbstständig über die Rollbahn und werden von einem Start- und Landekatapult in die Luft befördert. "Ich bin überwältigt und habe so etwas in meinem Leben noch nicht gesehen," sagte Niki Lauda.

Viel zu entdecken gibt es auch abseits des Rollfelds. In etwa 50.000 Arbeitsstunden wurde der Airport Hamburg mit viel Liebe zum Detail und nach den neuesten Plänen nachgebaut. Insgesamt habe das "Miniaturmammutprojekt" rund 3,5 Millionen Euro gekostet. Und die nächsten Projekte stehen schon bereit: Italien, Frankreich und England sollen in Teilen nachgebaut werden, später vielleicht auch noch China, sagte der Sprecher von Miniatur Wunderland. Im Juni werde wahrscheinlich der achtmillionste Besucher im Wunderland begrüßt.

Quelle: dpa