Panorama

Peinliche Minuten im RestaurantObama kann nicht bezahlen

18.10.2014, 02:11 Uhr
RTR40UY2
Zum Glück hatte Michelle Obama ihre Karte mit: Der Präsident und die First Lady (Archivbild). (Foto: REUTERS)

Im Alltag des US-Präsidenten kommt es wohl nicht häufig zu einem romantischen Restaurantbesuch mit der Gattin. Als Obama die First Lady in Manhattan ausführen will, kommt es zum Debakel.

Dass selbst der mächtigste Mann der Welt in Zahlungsschwierigkeiten kommen kann, hat US-Präsident Barack Obama erfahren müssen. Während seines Besuchs bei der UN-Vollversammlung in New York habe ein Restaurant in der Millionenmetropole seine Kreditkarte abgelehnt, gestand Obama ein.

"Es stellte sich heraus, dass ich sie anscheinend nicht oft genug benutze", sagte er bei einer Rede vor Mitarbeitern der Finanz-Verbraucherschutzbehörde CFPB in Washington - und erntete für dieses Geständnis reichlich Gelächter seiner Zuhörer. "Sie dachten, es handle sich um Betrug."

Der Einsatz von Kreditkarten oder sogenannter Debit Cards ist in den USA sehr viel weiter verbreitet als in Deutschland. Die Rechnung im Restaurant in bar zu bezahlen gilt mittlerweile als unüblich. Die Kreditkarte ihres prominenten Gastes abzulehnen, dürfte den Restaurantmitarbeitern nicht leicht gefallen sein.

Tücken des Zahlungsverkehrs

Dabei müsste Obama mit technischen Zahlungsschwierigkeiten bestens vertraut sein. Als Präsident der Vereinigten Staaten ist er über die finanzielle Situation im Staatshaushalt sehr genau informiert. In den vergangenen Jahren war er mehrfach mit der zeitweiligen Zahlungsunfähigkeit des US-Bundeshaushalts konfrontiert. Der Schuldenberg der Vereinigten Staaten erreichte zuletzt ein Volumen von 12.028 Milliarden Dollar - ohne Pensionslasten und ausstehende Zahlungen an Veteranen.

Zum Glück habe seine Frau Michelle ihre Kreditkarte dabei gehabt. Der Secret Service, der den Präsidenten bei Außenterminen ständig begleitet, musste nicht einspringen. Obama habe der Bedienung noch zu erklären versucht, dass er seine Rechnungen bislang stets bezahlt habe.

Obama verdient pro Jahr 400.000 Dollar (313.000 Euro). Hinzu kommt eine Aufwandsentschädigung von 50.000 Dollar (39.000 Euro). Rund zwölf Prozent seines Einkommens spendete das Präsidentenpaar im vergangenen Jahr für wohltätige Zwecke.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa