Panorama

Pipeline zerstörtÖlpest im Amazonasgebiet

01.03.2008, 13:27 Uhr

Ein Erdrutsch infolge heftiger Regenfälle hat im ecuadorianischen Amazonasgebiet eine Pipeline zerstört und eine Öl- Pest ausgelöst.

Ein Erdrutsch infolge heftiger Regenfälle hat im ecuadorianischen Amazonasgebiet eine Pipeline zerstört und eine Öl-Pest ausgelöst. Mindestens 4000 Barrel seien unterhalb des aktiven Vulkans El Reventador in einen Sumpf geflossen. Etwa 80 Meter der Pipeline Sote seien zerstört, teilte der Präsident der staatlichen Erdölgesellschaft Petroecuador, Fernando Zurita, mit. Auf einer großen Fläche seien schwarz-glänzende, mit Erdöl gefüllte Tümpel zu sehen, berichtete die Zeitung "El Comercio".

Obwohl Arbeiter versuchten, die Abfließen des Öls zu verhindern, gelangte ein Teil den Berichten zufolge in den Fluss Aguarico, aus dem viele Menschen Fische fangen und Trinkwasser schöpfen. In den Regenwäldern im Osten Ecuadors ist es in den vergangenen Jahrzehnten zu hunderten solcher Unfälle gekommen. Auch durch eine aufwendige monatelange Säuberungsaktion, bei der große Teile des versuchten Erdreiches abgetragen werden, kann nur etwa ein Drittel des ausgelaufenen Öls wieder eingesammelt werden. Der Rest gelangt in die Flüsse und ins Grundwasser. Die Bereiche der Erdölförderung gelten inzwischen als flächendeckend verseucht.