Panorama

Kampf um Gleichberechtigung Parkplätze für Männer eingeführt

Ein Bürgermeister aus dem Schwarzwald setzt sich für mehr Gleichberechtigung ein. Das behauptet er zumindest. Er weist in einem Parkhaus der Stadt Triberg zwei Männerstellplätze aus und lässt erklären: In die muss man rückwärts einparken.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die meiste Werbung erzielt man mit provokanten Geschlechterklischees - hat sich wohl der Bürgermeister von Triberg im Schwarzwald gedacht und in einem Parkhaus kurzerhand zwei Männerparkplätze ausgewiesen. "Die Stellplätze sind sehr schwer zu befahren", sagte Gallus Strobel von der CDU. "Da haben wir die Idee gehabt, daraus welche für Männer zu machen."

Ein Marssymbol - das Zeichen für Männlichkeit in Form eines Kreises mit einem Pfeil nach rechts oben - kennzeichne den Männerparkplatz. Er sei nicht enger als andere Stellplätze, versichert Architekt Mattias Huismann. "Das sind aber die einzigen im Parkhaus, in die man rückwärts einparken muss".

Die Aktion sei mit einem Augenzwinkern zu sehen - und ganz im Sinne der Gleichberechtigung, sagte Strobel: Schließlich gebe es in dem Parkhaus auch zehn Frauenparkplätze. Mögliche empörte Reaktionen nimmt der Bürgermeister gerne in Kauf. "Ich freue mich darüber, das ist ein toller Marketing-Gag", sagte Strobel. Wirklich konsequent spielt Strobel seinen "Marketing-Gag" aber nicht aus. Er sagt: "Natürlich dürfen da auch Frauen parken."

Quelle: ntv.de, dpa

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